Schlachthof-Suche wird schwieriger: Geti Wilba schließt endgültig

21 August 2026
Deutschland
Schlachthof

Der Geflügelschlachter Geti Wilba aus Bremervörde stellt Ende August endgültig seinen Betrieb ein. Die Suche nach einem Investor dafür sei gescheitert, sagte der Geschäftsführer des insolventen Unternehmens dem NDR Niedersachsen. Für Legehennenhalter wird die Suche nach Abnehmern für ihre Althennen weiter schwieriger.  

Geti Wilba ist ein Traditionsunternehmen der Hühnerfleischverarbeitung mit zwei Werken in Niedersachsen, eines in Bremervörde und eines in Cuxhaven. Das Unternehmen hatte im Februar 2020 Insolvenz angemeldet. Der Plan war laut der Cuxhavener Zeitung gewesen, den Standort Bremervörde weitgehend aufzugeben und Schlachtung und Produktion in Cuxhaven zu konzentrieren. So sollte die mangelnde Auslastung der beiden Standorte, die Transporte zwischen Cuxhaven und Bremervörde sowie Doppelstrukturen beseitigt werden.

Schlachten in Deutschland zu teuer

Diese Pläne sind jedoch gescheitert. Die Investorensuche ist trotz intensiver Suche und Gesprächen nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Das Schlachten von Geflügel sei in Deutschland im Vergleich etwa zu Polen zu teuer, sagte der Geschäftsführer dem NDR. Von den ehemals 380 Mitarbeitenden waren noch 80 verblieben, die jetzt auch ihren Arbeitsplatz verlieren. 

Für Legehennenhalterinnen und Legehennenhalter wird die Suche nach Abnehmern für ihre Althennen immer schwieriger. 

Christa Diekmann-Lenartz
Bild: Adobe_Stock_Pantovich

Reagieren

Geflügelnews lädt Sie ein, auf Artikel zu reagieren und schätzt Reaktionen mit Inhalt. Die Redaktion behält sich das Recht vor, beleidigende oder kommerziell motivierte Reaktionen ohne Angabe von Gründen zu entfernen.