Wegen des Verdachts auf gravierende Tierschutzverstöße hat die Staatsanwaltschaft Ansbach den größten Legehennen-Schlachthof Bayerns im mittelfränkischen Wassertrüdingen durchsuchen lassen. Dabei wurden laut Staatsanwaltschaft Unterlagen sichergestellt und die Schlachtanlage überprüft.
Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Tiermisshandlung im Schlachthof
Konkret steht der Vorwurf im Raum, dass bauliche Mängel dazu geführt haben könnten, dass die Köpfe lebender Hühner auf Förderbändern hängenblieben und abgerissen wurden. Auslöser der Ermittlungen waren Videoaufnahmen einer Tierrechtsorganisation. Diese zeigen laut Staatsanwaltschaft mutmaßliche Misshandlungen von Hühnern durch Mitarbeitende des Betriebs im Landkreis Ansbach.
Die Auswertung der Videoaufnahmen sowie der beschlagnahmten Unterlagen wird derzeit mit Nachdruck fortgeführt, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte. Die Behörde betont, dass es sich um intensive Ermittlungen handelt.
Wie die Bayerische Kontrollbehörde für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (KBLV) mitteilt, handelt es sich bei dem betroffenen Schlachthof um den größten seiner Art in Bayern und einen der größten in ganz Deutschland. In Wassertrüdingen werden demnach jährlich etwa 11 Millionen Legehennen und rund eine Million Mastelterntiere geschlachtet.
KBLV stoppt Betrieb – Unternehmen zeigt sich kooperativ
Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hat die KBLV den Schlachtbetrieb untersagt und umfangreiche Auflagen verhängt. Zudem kündigte das Unternehmen vier Beschäftigten. Ein Unternehmenssprecher teilte mit, dass man die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ausdrücklich begrüße und aktiv unterstütze. Laut Angaben der KBLV zeigt sich der Betrieb kooperativ.

































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