Geflügelpest: Erneuter Fall bei geimpften Enten in Frankreich

04 Mai 2026
Biosicherheit
Enten Frankreich

Die Entenmast ist ein bedeutender Zweig der Geflügelbranche Frankreichs. Dort müssen Enten seit Oktober 2023 gegen die Geflügelpest geimpft werden. In den Jahren zuvor war es zu massiven Seuchenzügen gerade auch bei Enten gekommen. Die Impfung verhindert Infektionen weitestgehend, aber nicht zu 100 Prozent. Jetzt gab es wieder einen Fall bei geimpften Enten. 

Seit Oktober 2023 müssen Entenbetriebe in Frankreich ihre Tiere impfen. In den Jahren davor mussten Millionen von Enten im Südwesten Frankreichs gekeult werden wegen Geflügelpest-Fällen. Enten sind besonders empfänglich für das Geflügelpestvirus und übertragen es stark, ohne sofort zu sterben. Durch die Impfpflicht ist das Geflügelpest-Risiko für Betriebe sehr deutlich reduziert worden. Allerdings kann eine Infektion nicht immer verhindert werden. 

Jetzt gab es einen erneuten Fall in einem Bestand mit geimpften Enten. Auch ein Legehennenbetrieb war betroffen. Das H5N1-Virus wurde daneben auch in einem Hühnerbestand festgestellt. 270 Tiere verendeten in den beiden Betrieben mit insgesamt gut 5.000 Tieren. Die übrigen Tiere wurden gekeult. Das teilte die in Paris ansässige WOAH unter Berufung auf Berichte französischer Behörden mit. Die übrigen Tiere wurden vorsorglich gekeult. Das meldete die Fachzeitschrift „The Poultry Side“. 

Wenige Tage zuvor hatte Frankreich seine Risikobewertung für die Geflügelpest aufgrund der verbesserten Lage in landwirtschaftlichen Betrieben und bei Wildvögeln herabgestuft.

Christa Diekmann-Lenartz
Bild: AdobeStock_Peter
Quelle: The Poultry Side

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