Die Legehennenproduktion in der EU entwickelt sich uneinheitlich: Während Länder in Osteuropa kräftig ausbauen, geraten traditionelle Produzenten im Westen unter Druck. Insgesamt steigt die Zahl der Hennenplätze leicht an – auf fast 400 Millionen.
EU nähert sich der 400-Millionen-Marke
Die EU verfügte 2020 über rund 372 Millionen Legehennenplätze. Bis 2022 stieg diese Zahl auf etwa 389 Millionen. Danach stagnierte die Entwicklung. Für 2025 rechnen aktuelle Schätzungen mit rund 397 Millionen Plätzen – ein Plus von rund 1,5 Prozent gegenüber 2024.
Die Daten stammen von Eurostat. Sie erfassen nicht die tatsächlichen Tiere, sondern die möglichen Haltungsplätze. Die reale Belegung dürfte weitgehend ähnlich verlaufen, da wirtschaftliche Leerstände derzeit kaum vorkommen.
Daten bleiben vorläufig und teilweise unvollständig
Die Angaben sind „vorläufig“, da einige Länder ihre Daten nicht immer rechtzeitig an die EU melden. Zudem fehlen für 2025 noch Daten aus wichtigen Ländern wie Frankreich und den Niederlanden.
Trotzdem liefern die Eurostat-Zahlen ein verlässliches Bild der Entwicklung und Trends in der EU-Legehennenhaltung.
Frankreich bleibt größte Produzentennation
Frankreich führt die EU-Statistik mit 59,3 Millionen Legehennenplätzen an und legt um 0,9 Millionen gegenüber 2024 zu. Die stärkste Zunahme zeigt Italien mit 2,7 Millionen zusätzlichen Plätzen. Polen meldet ebenfalls einen Anstieg um 0,8 Millionen, allerdings könnten diese Bestände wegen Vogelgrippe- und NCD-Problemen nicht vollständig ausgelastet sein.
Rückgänge in einigen westeuropäischen Ländern
Spanien verzeichnet einen Rückgang um 0,6 Millionen Plätze, Deutschland um 0,5 Millionen. In mehreren kleineren Produktionsländern wie Dänemark werden dagegen höhere Zahlen gemeldet. Besonders Schweden weist einen Zuwachs von fast 1 Million Plätzen auf.
Osteuropa wächst deutlich stärker
Im Gegensatz zu Westeuropa, wo Umweltauflagen und Genehmigungsprobleme die Expansion begrenzen, wächst die Legehennenhaltung in Osteuropa deutlich.
Rumänien und Bulgarien bauen ihre Bestände stark aus – um 3,8 Millionen beziehungsweise 1,1 Millionen Plätze. Rumänien steigt damit mit 13 Millionen Legehennenplätzen auf Rang sieben der größten EU-Produzenten auf.
Gesamtbild: Verschiebung innerhalb Europas
Die EU-Legehennenhaltung zeigt damit ein uneinheitliches Bild: Während einige westeuropäische Länder stagnieren oder zurückgehen, wächst Osteuropa deutlich. Insgesamt bleibt die Entwicklung jedoch moderat und durch gegenläufige Trends geprägt.




































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