Zum Jahresende blickt Geflügelnews zurück auf die Themen, die Leserinnen und Leser besonders interessierten. Der Juli 2025 zeigte die Vielfalt der Branche: erfolgreiche Bio-Legehennenhaltung, wachsende Nachfrage nach Hähnchenfleisch und ein Zuchtunternehmen, das seit 15 Jahren am Markt besteht.
Bio-Legehennenhaltung mit unternehmerischem Mut
Großes Interesse fand der Besuch bei Stefanie Neumeyer in Vietschow in Mecklenburg-Vorpommern. Die Landwirtin bewirtschaftet zwei Biolandbetriebe mit jeweils rund 12.000 Legehennen. Seit 2019 ist sie in der Legehennenhaltung aktiv und hat in kurzer Zeit eine professionelle, zugleich tiergerechte Bio-Produktion aufgebaut.
Im aktuellen Durchgang setzt Neumeyer auf die Linie LSL Lite Europe. Sie zeigt sich mit Leistung, Verhalten und Robustheit der Tiere sehr zufrieden. Der Betrieb steht exemplarisch für moderne Bio-Legehennenhaltung, die Tierwohl, ökologische Standards und wirtschaftliches Denken verbindet.
Hähnchenmast rückt in den Fokus
Nicht nur der Eiermarkt sorgte im Juli für Schlagzeilen. Auch die Hähnchenmast erlebte eine Phase hoher Nachfrage. Mäster berichten von stabilen Erlösen und großem Interesse an freien Mastplätzen. Der Arbeitskreis Unternehmensführung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen informierte sich deshalb bei einer der größten Integrationen Deutschlands über aktuelle Markttrends.
Uwe Bintz, Unternehmensberater der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, beobachtet einen klaren Wandel: Während in den vergangenen Jahren viele Anfragen den Bau von Legehennenställen betrafen, richtet sich inzwischen rund die Hälfte auf neue Hähnchenmastställe. Hintergrund ist ein Markt, der zusätzliche Kapazitäten verlangt. Der Lebensmitteleinzelhandel plant, stärker auf höhere Haltungsformen und auf „5xD“ zu setzen. Dafür braucht es Mastplätze in Deutschland.
Geflügelzucht Ter Heerdt blickt auf 15 Jahre zurück
Ebenfalls stark gelesen wurde der Rückblick auf das 15-jährige Bestehen der Geflügelzucht Ter Heerdt. Das Unternehmen hat sich durch kundennahe Beratung, transparente Abläufe und kontinuierliches Wachstum etabliert – auch auf dem deutschen Markt.
Die Anfänge reichen ins Jahr 2007 zurück. Damals startete Ter Heerdt in Deutschland als ISA-Verteiler mit den Marken ISA Braun und Dekalb Weiß. Der Markteintritt gestaltete sich schwierig, da die Marken wenig bekannt waren und starke Konkurrenz bestand. Mit dem ersten Kunden in Haselünne gelang 2008 der Durchbruch. Weitere Betriebe folgten, überzeugt von Aufzuchtqualität und persönlicher Betreuung. Das bevorstehende Käfigverbot ab 2012 erleichterte vielen Neueinsteigern den Schritt in die Legehennenhaltung – und eröffnete Ter Heerdt zusätzliche Chancen.

































Reagieren
Geflügelnews lädt Sie ein, auf Artikel zu reagieren und schätzt Reaktionen mit Inhalt. Die Redaktion behält sich das Recht vor, beleidigende oder kommerziell motivierte Reaktionen ohne Angabe von Gründen zu entfernen.