Der Juni 2025 vereinte persönliche Würdigung, internationale Seuchengeschehen und sicherheitspolitische Sorgen. Der Monatsrückblick zeigt, welche drei Themen auf Geflügelnews besonders viel Aufmerksamkeit erhielten – und warum sie die Branche bewegten.
Erich Wesjohann feiert 80. Geburtstag
Der meistgelesene Artikel im Juni würdigte einen der prägenden Unternehmer der internationalen Geflügelwirtschaft. Erich Wesjohann, Gründer der EW Group, feierte seinen 80. Geburtstag. In Interviews mit regionalen Medien blickte er auf den Aufbau seines Unternehmens zurück und gewährte auch persönliche Einblicke.
Wesjohann gründete die EW Group mit Sitz im niedersächsischen Visbek und entwickelte sie zu einem weltweit agierenden Konzern. Heute umfasst die Gruppe mehr als 300 Einzelgesellschaften und ist in den Bereichen Tier- und Pflanzengenetik, Diagnostik, Gesundheit sowie Futtermitteladditive aktiv. Mit über 25.000 Beschäftigten erzielt die EW Group einen Jahresumsatz von mehr als 5,5 Milliarden Euro.
Großer Vogelgrippe-Ausbruch in Nordengland
Hohe Aufmerksamkeit fand auch ein schwerer Ausbruch der Vogelgrippe im Vereinigten Königreich. In der Grafschaft Yorkshire im Norden Englands wurde ein großer kommerzieller Legehennenbetrieb betroffen. Rund 75.000 Tiere mussten gekeult werden, wie das britische Landwirtschaftsministerium meldete.
Der Fall folgte nur wenige Tage nach weiteren Nachweisen bei Nutzgeflügel, darunter eine Hinterhofhaltung in Durham und ein kleiner Betrieb ebenfalls in Yorkshire. Die jüngsten Ausbrüche verschärften eine ohnehin angespannte Lage. Großbritannien hatte bereits im Winter 2024/25 massiv unter der Vogelgrippe gelitten. Seit Ende 2021 tritt das Virus immer wieder in kommerziellen und privaten Beständen auf, hunderttausende Tiere wurden in dieser Zeit getötet.
Brand im Plukon-Schlachthof sorgt für Verunsicherung
Der dritte meistgelesene Artikel berichtete über einen Brand im Hähnchenschlachthof des Unternehmens Plukon im niederländischen Blokker. In den frühen Morgenstunden des 15. Juni zerstörte das Feuer neun Lastwagen und einen Transporter. Die Feuerwehr verhinderte ein Übergreifen der Flammen auf den Betriebsbereich.
Die Ermittler gehen von Brandstiftung aus. In der Nähe der zerstörten Fahrzeuge fanden sich Graffiti mit dem Logo der extremistischen Tierschutzgruppe Animal Liberation Front. Ob die Gruppe tatsächlich hinter dem Vorfall steckt, blieb zunächst offen. Der Brand löste in der Landwirtschaft erhebliche Besorgnis aus und entfachte eine Debatte über die zunehmende Radikalisierung im Umfeld des Tierschutzes.
































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