Vom unscheinbaren Dotter im Eierstock bis zur festen Kalkschale: Die Entstehung eines Eis folgt einem präzisen biologischen Ablauf. In einem begehbaren Modell zeigt Markus Rothermel von der Eierfärberei Beham, wie dieser Prozess funktioniert – anschaulich, verständlich und detailreich.
Markus Rothermel von der Eierfärberei Beham erklärt gemeinsam mit seinem Huhn Berta anschaulich, wie ein Ei im Huhn entsteht. Er zeigt, dass im Eierstock eines Huhnes bereits von Geburt an tausende Eizellen angelegt sind.
Ein Ei entsteht nicht über Nacht
Eine dieser Dotterkugeln löst sich und wandert durch das sogenannte Trichterorgan – damit beginnt die eigentliche Eibildung. An dieser Stelle entscheidet sich auch, ob die Eizelle durch das Sperma eines Hahns befruchtet wird oder ob ein unbefruchtetes Ei entsteht. Anschließend bildet sich in der Eiweißkammer innerhalb von etwa drei Stunden das Eiweiß um den Dotter. Durch Drehbewegungen im Legedarm wird die Masse gleichmäßig verteilt. Dabei entstehen auch die Hagelschnüre, die den Dotter später in der Mitte stabilisieren. Zudem bildet sich das Eihäutchen, das für die spätere Schälbarkeit des gekochten Eis wichtig ist.
20 Stunden für die Schale
In der Schalenkammer folgt der aufwendigste Schritt der Eibildung. Über rund 20 Stunden lagert das Huhn Kalk in Form kleiner Kalkblättchen um das Häutchen an, wodurch die feste Eierschale entsteht. Insgesamt dauert die vollständige Bildung eines Eis etwa 24 Stunden, danach beginnt der Prozess von Neuem.
Fazit: Biologie zum Anfassen
Ein Huhn legt im Durchschnitt etwa 300 Eier pro Jahr. In der Eierfärberei wird dieser Ablauf mithilfe eines begehbaren Modells und einer anschaulichen „Eieruhr“ dargestellt, sodass Besucher die einzelnen Entwicklungsstufen nachvollziehen können. Bis Ostern ist die Ausstellung täglich geöffnet.




































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