Mein mobiler Hühnerstall — Teil 3: Die richtige Fütterung

11 Dezember 2025
Mobilstall
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Die Fütterung ist ein Kernpunkt jeder Geflügelhaltung. Neben der Zusammensetzung des Futters spielen Fütterungsrhythmus, Futterstruktur und die gewählte Strategie eine große Rolle für Gesundheit und Legeleistung. Nachfolgend finden Sie praxisnahe Empfehlungen für das Futtermanagement im Mobilstall.

Futtermanagement in der Eingewöhnungsphase

Die ersten Wochen nach dem Einstallen legen den Grundstein für eine erfolgreiche Legeperiode. Stellen Sie sofort frisches Futter und sauberes Wasser bereit und hängen Sie Tröge anfangs niedrig auf, damit Junghennen das Futter schnell finden. Vermeiden Sie in dieser Zeit einen abrupten Wechsel der Futterart oder -struktur. Ideal ist weiterhin Junghennenfutter ohne Kokzidiostatikum, da der Einsatz von Kokzidiostatika nur bis zur 16. Lebenswoche zulässig ist. Stimmen Sie die Futterstruktur auf das bisher gefütterte Aufzuchtfutter ab (häufig Mehlform), um zusätzliche Umstellungsstress zu vermeiden.

Zeitpunkt und Rhythmus der Fütterung

In Mobilställen verbringen Hennen oft deutlich mehr Zeit im Auslauf als in konventionellen Systemen. Deshalb ist es wichtig, dass sie den Großteil ihrer Tagesration bereits vor dem ersten Freigang aufnehmen. In der Zeit zwischen der ersten Fütterung bis nach der Eiablage sollten so bereits etwa 60–70 % der Tagesmenge verfüttert werden. Bei automatisierten Systemen sollte die Futterkette mit dem Morgengrauen starten, sodass zu Tagesanbruch volle Tröge bereitstehen. Bei Rundtrögen kann eine Befüllung am Abend dafür sorgen, dass morgens sofort gefressen wird.

Eine zweite Gabe empfiehlt sich etwa drei Stunden später, spätestens jedoch eine Stunde vor dem Öffnen der Klappen. Eine zusätzliche Fütterung nach der ersten Fütterung (Blockfütterung) kann helfen, auch bei rangniedrigeren Tieren eine ausreichende Versorgung zu sichern. Vermeiden Sie Fütterungen, die Hennen während der Eiablage aus dem Nest locken, da dies zu verlegten Eiern führen kann.

Fütterungsstrategien nach Altersgruppen

Fütterungspläne sollten Alter und Leistungsstand der Tiere berücksichtigen.

1.Junghennen (bis 18.–19. Woche): Ziel ist der Aufbau einer stabilen Konstitution. Verwenden Sie Junghennenfutter ohne Kokzidiostatikum und behalten Sie die Gewichtsentwicklung im Blick. Ein zu früher Legestart durch zu energiereiches Futter beeinträchtigt das Wachstum und langfristig die Legeleistung.

2.Übergangsphase zur Legehennenfütterung (um 20. Lebenswoche): Beginnen Sie mit einer schrittweisen Umstellung, indem Sie das Junghennenfutter 1:1 mit dem Legehennenfutter mischen. So gewöhnen sich die Hennen an den höheren Calciumgehalt; ein zu schneller Umstieg kann die Futteraufnahme reduzieren und den Legebeginn verzögern. Eine Anfangsmenge von rund 500 g pro Tier der Mischung ist meist ausreichend, bevor vollständig auf Legehennenfutter umgestellt wird.

Kontrollieren Sie regelmäßig, dass Tröge vollständig leergefressen werden, um selektives Fressen zu vermeiden und die Aufnahme aller Feinanteile sicherzustellen. Im letzten Drittel der Legeperiode ist die zusätzliche Gabe von grobem Kalk oder Muschelschalen sinnvoll, da die Calciumverwertung mit dem Alter abnimmt und so die Schalenqualität stabilisiert werden kann.

Die Inhaltsstoffe spezielles Mobilstallfutter (z. B. deuka NG Mobilstallfutter) sind exakt auf die Bedürfnisse von Legehennen in mobiler Haltung abgestimmt .

Anforderungen an Mobilstallfutter

Hennen im Mobilstall benötigen ein besonders nahrhaftes Alleinfutter, da sie viel Zeit mit Grünfutteraufnahme verbringen. Spezielle Mobilstallfutter mit rund 11,6 MJ/kg Energie und ca. 17,5 % Rohprotein (z. B. deuka NG Mobilstallfutter) haben sich bewährt, weil es eine durchgehende Versorgung über die Legeperiode erlaubt.

Gleichzeitig ist die Struktur des Futters wichtig: Eine homogene Mahlgradverteilung (nicht zu grob, nicht zu fein) reduziert Selektionsverhalten. Mehlige Futtersorten sind aus verdauungsphysiologischer Sicht meist vorteilhaft, achten Sie jedoch auf eine konsistente Struktur, da Feinanteile aufgrund der Rohstoff- und Zusatzstoffzusammensetzung unvermeidbar sein können.

Weitere Informationen Mehr zur mobilen Geflügelhaltung und Fütterung erfahren Sie im Geflügel-Bereich auf deuka.de.

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Bild: Deutsche Tiernahrung Cremer

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Über Deutsche Tiernahrung Cremer

Deutsche Tiernahrung Cremer ist der größte private Futtermittelhersteller in Deutschland. Unser Kerngeschäft ist die Produktion von Misch-, Mineral- und Spezialfuttern für Rinder, Schweine und Geflügel sowie von Haus- und Heimtieren aller Art.

Über 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 22 Nationen engagieren sich erfolgreich an den 15 Standorten in Deutschland. Gemeinsam produzieren wir circa 2,3 Millionen Tonnen Futter (2024). Unsere Werke gehören zu den modernsten und größten Mischfutterwerken in der Bundesrepublik.

Durch unser breites Vertriebsnetz mit einer engen Kundenbetreuung und durch die Verwendung vorwiegend regionaler Rohstoffe sind wir ein starker Partner der heimischen Landwirtschaft.

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Bereichsleiter Geflügel
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