Kükentötungsverbot: Zahl der Legeküken fast halbiert

12 Juni 2025
Brüterei
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Seit dem Verbot der Tötung männlicher Küken ist die Zahl der Legeküken und Brütereien in Deutschland deutlich zurückgegangen, was vor allem die Legehennenzucht stark betrifft.

Nur noch 44 Brütereien in Deutschland – Tendenz sinkend

Seit dem Verbot der Tötung männlicher Küken ist in Deutschland die Zahl der Brütereien deutlich gesunken. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) existierten 2024 nur noch 44 Betriebe – 14 weniger als im Jahr 2020.

Besonders stark betroffen ist die Zahl der Legeküken: 2024 wurden lediglich 20,9 Millionen Tiere zum Gebrauch geschlüpft – fast eine Halbierung gegenüber 2020 mit damals 40,5 Millionen. Im Jahr 2015 waren es sogar noch 48 Millionen Legeküken. Damit ist die Legehennenzucht besonders deutlich vom Kükentötungsverbot betroffen. Laut Destatis zeigt sich jedoch im Vergleich zu den Vorjahren eine leichte Erholung: Gegenüber 2023 stieg die Zahl der geschlüpften Legeküken um 14,2 %, gegenüber dem Tiefstand 2022 sogar um 29 %.

Masthuhn-Zahlen stabil, Putenküken leicht rückläufig

Die Zahl der Masthühnerküken entwickelte sich weniger drastisch. Zwar wurden 2024 rund 620.000 Tiere weniger geschlüpft als 2023, insgesamt waren es jedoch mit 672,48 Millionen Küken immer noch 24,25 Millionen mehr als 2020 – ein Anstieg um 3,7 %. Zum Vergleich: 2015 lag diese Zahl noch bei über 701 Millionen.

Weniger stark war der Rückgang bei den Truthühnerküken. 2024 schlüpften 47,38 Millionen Tiere – ein Minus von 1,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Damit lag das Niveau aber über dem Tief von 2022 (46,2 Millionen) und nur leicht unter dem Wert von 2021 (50,1 Millionen). 2020 wurden noch 55,4 Millionen Putenküken registriert.

Geflügelnews
Bild: AgE

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