Zur Grünen Woche stellte die Initiative Tierwohl (ITW) zwei neue Programme vor. Ab kommenden März können sich Hähnchen-, Puten- und Schweinemäster für „Initiative Tierwohl Frischluftstall“ in Haltungsform Stufe 3 und „Initiative Tierwohl Auslauf“ in Haltungsform Stufe 4 anmelden.
Die Initiative Tierwohl hat künftig drei Tierwohlprogramme. Ab März können sich Hähnchen-, Puten- und Schweinemäster auch für die Programme „Initiative Tierwohl Frischluftstall“ in Haltungsstufe 3 und „Initiative Tierwohl Auslauf“ in Haltungsstufe 4 anmelden. Darüber informierte ITW-Geschäftsführer Robert Römer auf einer Pressekonferenz zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin. Die Zeit sei reif für diesen Schritt, so Robert Römer.
Zur Jahresmitte in den Supermarktregalen
Voraussichtlich ab April 2026 sollen die ersten Audits auf den Betrieben stattfinden. Bereits zur Jahresmitte sollen dann die ersten Produkte im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) zu finden sein.
Darüber hinaus plant die ITW, entsprechende Programme für die Rinderhaltung zeitnah umzusetzen. Das „breitenwirksame Programm“ der ITW für die Haltungsform Stufe 2 hat laut Unternehmensangaben inzwischen Marktanteile bei Geflügel von mehr als 90 Prozent, bei Schwein von rund 60 Prozent und bei Rind von ungefähr 20 Prozent erreicht und „bleibt weiter auf Wachstumskurs“.
Tierwohlprogramme ordnen sich ein
ITW-Geschäftsführer Robert Römer wies auf der Pressekonferenz darauf hin, dass mittlerweile 176 Programme in die Haltungsform eingeordnet worden seien, davon die meisten in die Haltungsformen 3 und 4. Diese Marktentwicklung spiegelt sich gemäß Römers Ausführungen auch im Sortiment des LEH wider.
Im Rahmen der Pressekonferenz wurden auch die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage zu ITW vorgestellt. Sie besagen, dass die Zahlungsbereitschaft der Deutschen für mehr Tierwohl gesunken ist: Nur noch 77 Prozent würden mehr für Produkte mit besseren Tierhaltungsbedingungen bezahlen, im Vergleich zu 89 Prozent im Jahr 2017. 38 Prozent der Befragten gaben an, künftig weniger für Tierwohlprodukte auszugeben. Ein Grund für die veränderte Kaufbereitschaft könnte mit der schwierigen aktuellen Wirtschaftslage zusammenhängen.
Verbraucher möchten klare Kennzeichnung
Laut Umfrage wünschen sich trotzdem 90 Prozent eine klare Kennzeichnung von Fleischprodukten, und 96 Prozent fordern regelmäßige Stallkontrollen, um die Glaubwürdigkeit staatlicher Siegel zu gewährleisten. Die Mehrheit der Verbraucher spricht sich außerdem für eine Haltungsform-Kennzeichnung auch in der Gastronomie aus.




































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