Ab September 2025 gelten in Großbritannien neue, deutlich strengere Tierschutzstandards für das Halten von Hühnern, die vor allem präventiven Schutz und mehr Tierwohl durch Technik und reduzierte Medikamentengabe fördern sollen.
Ab dem 29. September 2025 gelten im Vereinigten Königreich neue Tierschutzstandards für Hühnerhalter. Das teilte das britische Tierschutz- und Zertifizierungsprogramm RSPCA Assured mit. Nach einer dreimonatigen Übergangsfrist treten die aktualisierten Vorschriften offiziell in Kraft, berichtet Farmers Guide.
Strengere Regeln: Tierärzte müssen Notfallpläne mitgestalten
Ein zentrales Element der neuen Regeln ist die Anpassung des Notfallplans für die Unterbringung von Hühnern. Künftig müssen Tierärzte stärker einbezogen werden, insbesondere wenn Tiere in Freilandhaltung wegen Seuchenschutzmaßnahmen aufgestallt werden müssen.
Antibiotikaeinsatz nur noch nach tatsächlichem Bedarf
Darüber hinaus betont RSPCA Assured laut Farmers Guide den präventiven Tierschutz: Antibiotika dürfen künftig nur noch bei tatsächlichem Bedarf eingesetzt werden, ein prophylaktischer Einsatz wird ausdrücklich verboten. Jeder Betrieb ist verpflichtet, jährlich eine Überprüfung des Antibiotikaeinsatzes im Rahmen eines tierärztlichen Gesundheits- und Tierschutzplans vorzunehmen.
KI und Verandas: Neue Ansätze für besseren Tierschutz
Zusätzlich sollen neue Technologien in Schlachthöfen genutzt werden, um den Tierschutz zu verbessern. RSPCA Assured prüft den Einsatz von KI-gestützten Kameraüberwachungssystemen, die das Wohlergehen der Tiere in Echtzeit überwachen und Probleme schneller erkennen sollen.
Ein weiteres empfohlenes, aber nicht verpflichtendes Element ist die Einführung von Verandas in Freilandhaltungen. Diese sollen die Nutzung des Außenbereichs fördern, die Einstreuqualität verbessern und den Tieren einen teilgeschützten Raum bieten.
Neil Scott, stellvertretender Direktor für Zertifizierung bei RSPCA Assured, betont, dass die Fortschritte nur durch das Engagement der Mitglieder möglich seien. Seit 1996 arbeite die Organisation daran, die Standards auf Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse und praktischer Erfahrungen kontinuierlich weiterzuentwickeln.




































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