Großbritanniens Vorgehen gegen die Vogelgrippe: Registrierung aller Hobby-Hühner

02 April 2024
Stallmanagement
Hobbyhuhn Gro0britannien

Jeder Brite, der Geflügel hält - auch wenn es sich nur um eine Handvoll Hobbyhühner im Garten handelt -, muss seine Tiere ab Herbst in einem nationalen Register registrieren. Großbritannien hofft, mit dieser gesetzlichen Registrierungspflicht die Vogelgrippe besser in den Griff zu bekommen.

Seit Ende Oktober 2021 wird Großbritannien von einer großen Welle von Vogelgrippeausbrüchen heimgesucht. Bislang wurden 360 Fälle einer Infektion gezählt, viele davon bei Hobbyhühnern.

Bisher galt die Registrierungspflicht für Hobbygeflügel nur für Bestände ab 50 Tieren. Nun wird die Pflicht auf das gesamte Hobbygeflügel ausgeweitet. Jeder, der Geflügel hält, muss unter anderem seine Kontaktdaten, den Ort, an dem die Vögel gehalten werden, sowie Informationen über die Art, die Anzahl und den Zweck der Haltung angeben. Die Halter von Hobbygeflügel sind außerdem verpflichtet, diese Angaben im Register jährlich zu aktualisieren.

Jeder identifiziert

Besitzer von registrierten Tieren erhalten dann von der Regierung aktuelle Informationen über lokale Ausbrüche von Tierseuchen, die mit Geflügel in Zusammenhang stehen, und über Maßnahmen, die sie zum Schutz ihrer Herden ergreifen sollten, berichtet das Fachmagazin Farmers Weekly.

Mit Hilfe des Registers können alle Geflügelhalter in den Kontrollgebieten identifiziert werden, was eine wirksamere Überwachung ermöglicht. Laut Richard Griffiths, Direktor des British Poultry Council, kann die Vogelgrippe so besser erkannt und unter Kontrolle gebracht werden.
In England und Wales läuft die Frist für die Registrierung am 1. Oktober 2024 ab. In Schottland müssen die Tiere bereits ab dem 1. September registriert werden, wenn das neue schottische Register für gehaltene Vögel in Kraft tritt.

Gineke Mons
Bild: Adobe Stock Volodymyr

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