ForFarmers erweitert seine Aktivitäten in Polen und steigt in die Geflügelschlachtung ein. Gemeinsam mit der KPS Food Group gründet der Futtermittelkonzern ein Joint Venture, an dem ForFarmers die Mehrheit hält. Ziel ist es, die Wertschöpfungskette stärker zu kontrollieren und vom Wachstum des polnischen Geflügelmarkts zu profitieren.
ForFarmers gründet Joint Venture und steigt in die Geflügelfleischproduktion ein
ForFarmers will seine Position auf dem polnischen Geflügelmarkt ausbauen und künftig auch selbst Masthähnchen schlachten sowie Geflügelfleisch produzieren. Dafür geht das Unternehmen ein Joint Venture mit der KPS Food Group ein. ForFarmers erhält an dem neuen Gemeinschaftsunternehmen eine Mehrheitsbeteiligung von 50,5 Prozent.
Das Joint Venture trägt den Namen ForFarmers Polska. Darin bündeln die Partner mehrere Geschäftsbereiche: KPS bringt seine Geflügelbetriebe sowie Schlacht- und Verarbeitungsaktivitäten ein. ForFarmers steuert über Tasomix seine Futtermittelsparte in Polen bei. Die bisherigen Eigentümer von KPS, die auch an Tasomix beteiligt sind, halten die übrigen 49,5 Prozent der Anteile.
Abschluss der Transaktion für das dritte Quartal geplant
ForFarmers rechnet damit, die Transaktion im dritten Quartal dieses Jahres abzuschließen. Voraussetzung sind die Zustimmung der polnischen Wettbewerbsbehörde sowie die Genehmigung durch die Aktionäre von ForFarmers.
Tasomix und KPS arbeiten bereits seit längerer Zeit zusammen. Diese Kooperation soll nun enger werden und im Joint Venture fortgeführt werden. Beide Marken, Tasomix und KPS, bleiben weiterhin bestehen.
ForFarmers-Direktor Pieter Wolleswinkel begründet den Schritt mit den Anforderungen des Marktes. Die Geflügelbranche müsse sich stärker über alle Stufen der Wertschöpfungskette aufstellen. Durch die Verbindung von Tasomix mit einem modernen Verarbeitungsunternehmen könne ForFarmers schneller auf Marktentwicklungen reagieren und das Wachstumspotenzial in Polen besser nutzen.
KPS zählt zu den großen Akteuren im polnischen Geflügelmarkt
KPS gilt als etablierter Anbieter in der polnischen Geflügelproduktion und -verarbeitung. Das Unternehmen erzielt laut ForFarmers einen Umsatz von rund 252 Millionen Euro und erreicht ein jährliches EBITDA von etwa 46 Millionen Euro.
KPS betreibt sieben eigene Geflügelstandorte mit insgesamt rund drei Millionen Tierplätzen. Dazu kommen ein moderner Schlachthof in Radom sowie ein Produktionsstandort für Konsumgüter in Pionki. Ergänzend unterhält das Unternehmen Dienstleistungsfirmen für Vertrieb und Verkauf. Insgesamt beschäftigt KPS rund 2.000 Mitarbeiter.
Die bisherigen Eigentümer bleiben auch nach der Transaktion als Anteilseigner an Bord und wollen sich weiterhin operativ engagieren.




































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