V.l.n.r. Diederik Klein Kranenbarg, Herbert Langeler (Vorstandsmitglieder biogasHUB), André Lobbert (Berater biogasHUB), Judith Hofland (Geschäftsführerin Reudink), André de Groot (Vorstandsmitglied biogasHUB), Henry Verwaijen (Direktor Nachhaltigkeit).
Reudink, ein Hersteller von ökologischem Viehfutter und Teil von ForFarmers, wird künftig Biogas von Milchviehhaltern aus Laren/Lochem (Niederlande) nutzen. Damit soll die Energieversorgung für die Futterproduktion in Lochem nachhaltiger gestaltet werden.
ForFarmers verfolgt das Ziel, die CO₂-Emissionen seiner Fabriken und der Logistik zu senken. Dafür setzt das Unternehmen darauf, den Energieverbrauch so gering wie möglich zu halten und Energie entweder nachhaltig einzukaufen oder selbst zu erzeugen.
Judith Hofland, Geschäftsführerin von Reudink, erklärt: „Reudink nutzt bereits 100 % sauberen und CO₂-armen Strom. Dennoch benötigen wir an unserem Standort in Lochem nach wie vor Gas. Um diesen Bedarf auf nachhaltige Weise zu decken, steigen wir auf Biogas um – eine umweltfreundliche Alternative zu Erdgas.“ Sobald der Produktionsstandort neben sauberem Strom vollständig auf Biogas umgestellt ist, soll er bis 2026 CO₂-neutral sein.
Gülle als Energiequelle
Vierzehn Milchviehhalter aus der Region Laren/Lochem setzen auf regenerative Landwirtschaft mit einem starken Fokus auf Kreislaufwirtschaft und Biodiversität. Um Biogas aus Rindergülle zu gewinnen, haben sie eine Genossenschaft gegründet. Über eine unterirdische Leitung wird das Biogas direkt vom Hof aus an Reudink und weitere Unternehmen in der Region geliefert. „So können wir in Zukunft unter anderem Kühe mit ökologischem Viehfutter versorgen, die selbst zur Produktion dieses Futters beigetragen haben – ein echter Beitrag zur Kreislaufwirtschaft“, so Hofland.
Nachhaltigkeit auf dem Bauernhof
Die Landwirte zeigen, dass sie aktiv zur Energiewende in den Niederlanden beitragen und Emissionen senken können. Das bestätigt auch André de Groot, Milchviehhalter und Vorsitzender der Genossenschaft: „Der Biogasertrag von drei Kühen reicht aus, um eine Familie mit Gas zu versorgen. Das hilft dabei, das niederländische Ziel zu erreichen, bis 2030 insgesamt 20 % des Erdgases durch Biogas zu ersetzen.“
ForFarmers unterstützt landwirtschaftliche Betriebe dabei, ihre Kreislaufwirtschaft zu optimieren und Emissionen zu reduzieren. Neben den Standorten Reudink in Lochem und ForFarmers in Deventer sollen auch weitere ForFarmers-Standorte direkt mit Biogas vom Hof versorgt werden.
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