Vom 10. bis 13. November 2026 findet die nächste EuroTier in Hannover statt. Ein wichtiges Thema der Messe wird die Emissionsminderung in der Tierhaltung sein – auch der Bereich Geflügel ist dabei. Das DLG-Spotlight Emissionsminderung wird praxisbewährte und noch in der Erprobung begriffene Maßnahmen zeigen.
Die Emissionsminderung spielt in der Geflügelhaltung eine zentrale Rolle für Tierwohl, Klimaschutz und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Die Weiterentwicklung emissionsarmer Stallkonzepte ist hierbei ein dynamisches Feld. Die EuroTier 2026 bietet einen Überblick über aktuelle Entwicklungen.
Gestiegene Anforderungen an Produktion
Die Anforderungen an den Emissionsschutz in der Nutztierhaltung sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Im Mittelpunkt stehen vor allem Ammoniak- und Treibhausgasemissionen, aber auch Geruchs- und Staubemissionen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Für landwirtschaftliche Betriebe bedeutet dies, Produktionsverfahren stärker unter Umweltgesichtspunkten zu optimieren. Gleichzeitig müssen technische Lösungen praxistauglich, wirtschaftlich und zuverlässig sein. Emissionsminderung ist daher kein Einzelthema mehr, sondern Bestandteil eines ganzheitlichen Betriebsmanagements.
In der Geflügelhaltung entstehen Ammoniakemissionen vor allem durch mikrobiologische Abbauprozesse im Kot beziehungsweise in der Einstreu. Entsprechend konzentrieren sich viele Maßnahmen auf ein optimiertes Einstreu- und Stallklimamanagement. Beispielsweise kann der Einstreu ein pH-Wert senkendes Additiv zugesetzt werden. Durch eine starke Absenkung des pH in der Einstreu bis etwa pH 2 wird das mikrobielle Wachstum gehemmt und Ammoniak in der Mistauflage chemisch als Ammoniumsulfat gebunden.
DLG-Spotlight und -Expert Stage
Auf der EuroTier 2026 zeigt das DLG-Spotlight „Emissionsminderung“ praxisnahe Lösungen, wie sich moderne Tierhaltung und Umweltschutz miteinander vereinbaren lassen. Aussteller präsentieren innovative Verfahren und Technologien zur Reduktion und geben damit Landwirtinnen und Landwirten konkrete Ansätze zur Weiterentwicklung ihrer Betriebe an die Hand. Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass wirksame Emissionsminderung nicht durch eine einzelne Maßnahme erreicht wird, sondern durch einen abgestimmten Maßnahmenmix aus Technik, Management und Fütterung.
Besuchende erhalten einen kompakten Überblick über aktuelle Entwicklungen, Best-Practice-Beispiele und zukünftige Lösungswege für eine umwelt- und ressourcenschonende Produktion. Zu sehen sind unter anderem Demonstratoren moderner Stalltechnik, etwa Abluftreinigung oder Futter- und Einstreuzusätze.
Neues aus Forschung und Entwicklung
Ergänzt wird dies durch Praxisbeispiele, die zeigen, wie Fütterungs- und Managementmaßnahmen Emissionen reduzieren können. Zudem geben Innovationen aus Forschung und Entwicklung Einblicke in neue, verfahrensintegrierte Ansätze. Fachvorträge zu Themen wie TA Luft, Beste Verfügbare Techniken (BVT), Fütterungsstrategien und emissionsoptimierten Stallkonzepten vertiefen die Inhalte.
Inhaltlich ergänzt wird das Spotlight im Geflügelbereich durch die DLG-Expert Stage Geflügel. Sie widmet sich den besonderen Anforderungen der Geflügelhaltung, etwa in den Bereichen Hygiene, Tierwohl, Fütterung und Umweltwirkung, und beleuchtet aktuelle Produktionskonzepte, innovative Haltungsansätze sowie Zukunftstrends für eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Geflügelwirtschaft.




































Reagieren
Geflügelnews lädt Sie ein, auf Artikel zu reagieren und schätzt Reaktionen mit Inhalt. Die Redaktion behält sich das Recht vor, beleidigende oder kommerziell motivierte Reaktionen ohne Angabe von Gründen zu entfernen.