Nach dem Ende eines Geflügelpestausbruchs hebt die EU ihren Importstopp auf. Argentinien darf ab dem 1. März wieder frisches Geflügelfleisch liefern – ohne zusätzliche Behandlung. China bleibt als wichtiger Absatzmarkt jedoch weiterhin geschlossen.
EU öffnet Markt wieder für argentinisches Geflügelfleisch
Argentinien darf ab dem 1. März wieder Geflügelfleisch in die Europäische Union exportieren, auch ohne eine spezielle risikomindernde Behandlung gegen die Geflügelpest. Damit endet ein Handelsstopp, den die EU nach einem Ausbruch der Hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI) im August 2025 im Raum Buenos Aires verhängt hatte.
Die EU-Kommission veröffentlichte dazu eine entsprechende Durchführungsverordnung. Nach Angaben der Behörde wertete sie die von Argentinien vorgelegten Informationen aus und kam zu dem Schluss, dass frisches Geflügelfleisch aus dem Land keine Gefahr mehr für die Gesundheit von Menschen und Tieren in der EU darstellt.
Branche in Argentinien reagiert erleichtert
Beim Verband der argentinischen Geflügelverarbeitungsunternehmen (CEPA) löste die Entscheidung Erleichterung aus. Der EU-Markt spiele für die Branche eine wichtige Rolle. Unter den wichtigsten Absatzmärkten bleibe derzeit nur noch China geschlossen. Gespräche über eine Wiederöffnung liefen jedoch.
Exporte 2024 deutlich gestiegen
Argentinien steigerte seinen Geflügelfleischexport im Kalenderjahr 2024 nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums mengenmäßig um 15 Prozent auf 185.800 Tonnen. Der Exportwert legte um 23 Prozent auf umgerechnet 187,2 Millionen Euro zu.
Zu den wichtigsten Abnehmern gehörten die Vereinigten Arabischen Emirate, Vietnam, Südafrika und Angola. Den Wert der Lieferungen in die EU beziffert das Ministerium auf 12 Millionen Euro. Das entsprach einem Plus von 140 Prozent gegenüber dem Vorjahr.




































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