Ein kilometerlanger Stau, Temperaturen weit über 30 Grad und 9.000 Legehennen an Bord: Auf der A2 in Sachsen-Anhalt wurde ein Tiertransport zur Belastungsprobe für Fahrer, Einsatzkräfte und Tiere. Feuerwehr, Veterinäramt und Polizei griffen ein – 150 Hühner verendeten leider trotzdem.
Wie die Polizeiinspektion Magdeburg berichtet, haben die Beamten des Zentralen Verkehrs- und Autobahndienstes kürzlich an einem Tag mit deutlich über 30 °C einen Tiertransport auf der Autobahn A2 begleitet. Doch warum bekam der Lastwagen eine echte Polizeieskorte?
Man wollte mit dieser Maßnahme ein drohendes Verenden tausender Hühner infolge hoher Außentemperaturen und einer langanhaltenden Staulage verhindern, erklären die Beamten. Der Fahrer des Lkw, der mit rund 9.000 Hühnern beladen war, habe selbst um diese Hilfe gebeten.
Stau und Hitze bringen 9.000 Hühner in Lebensgefahr
Der Lastwagen befand sich auf dem Weg von den Niederlanden zu einem Schlachthof in Polen. Dann aber kam es zu erheblichen Staubildungen infolge von Fahrbahninstandsetzungsmaßnahmen auf der A2 zwischen den Anschlussstellen Theeßen und Ziesar in Fahrtrichtung Berlin.
Hinzu kamen noch die enorm hohen Außentemperaturen. Der Fahrer verständigte daraufhin die Rettungsleitstelle, da er befürchtete, seine transportierten Tiere würden dies nicht überleben.
Die Polizei machte sich umgehend auf den Weg. Der Tiertransport wurde zunächst auf einer Rastanlage durch die Feuerwehr sowie das zuständige Veterinäramt mit Wasser und Ventilatoren versorgt, wie sie berichteten.
Geflügeltransporter wird durch Stau auf Autobahn geleitet
Die Versorgung auf dem Rastplatz verschaffte den Tieren nur kurzfristig Erleichterung. Weil der Stau weiter anhielt und die Temperaturen hoch blieben, entschied die Polizei gemeinsam mit dem Veterinäramt, den Tiertransporter mit mehreren Streifenwagen durch den betroffenen Abschnitt der A2 zu eskortieren.
Zwei Polizeiwagen begleiteten den Tiertransport also bis zur Anschlussstelle Ziesar. Ein weiterer regelte dort den Verkehr, sodass der Lastwagen den Staubereich möglichst ohne weitere Verzögerungen passieren konnte.
Größeres Tiersterben verhindert - aber rechtliche Schritte eingeleitet
Dank dieser Begleitung durch die Polizei kam der Tiertransport dann auch deutlich schneller aus dem Staubereich. Somit konnte ein wesentlich größeres Tiersterben verhindert werden - wenngleich dennoch Verluste zu beklagen waren. Denn trotz der eingeleiteten Maßnahmen verendeten circa 150 der insgesamt etwa 9.000 Hühner im Lkw.
Aus diesem Grund leitete das zuständige Veterinäramt im Anschluss auch rechtliche Schritte ein. Diese richten sich gegen den Verantwortlichen des Tiertransportes sowie weitere Beteiligte.
Mit Material von der Polizeiinspektion Magdeburg

































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