Steigende Temperaturen stellen die Geflügelhaltung zunehmend vor Herausforderungen. Hitzestress entsteht, wenn Tiere ihre Körpertemperatur nicht mehr ausreichend regulieren können – häufig bereits bei Stalltemperaturen über 26–28 °C. Da Geflügel nicht schwitzen kann, reagiert es besonders empfindlich auf Hitze und hohe Luftfeuchtigkeit. Die Folgen reichen von Leistungseinbußen bis hin zu gesundheitlichen Problemen und erhöhter Mortalität.
Frühe Anzeichen erkennen
Erste Hinweise auf Hitzestress sind Hecheln, abgespreizte Flügel, reduzierte Futteraufnahme und eine erhöhte Wasseraufnahme. Auch eine verminderte Aktivität kann beobachtet werden. Unterschieden wird zwischen allmählichem und plötzlichem Hitzestress. Während sich Tiere bei langsam steigenden Temperaturen teilweise anpassen können, führt ein plötzlicher Temperaturanstieg häufig zu starken Belastungen.
Auswirkungen auf Leistung und Gesundheit
Hitzestress beeinflusst zahlreiche physiologische Prozesse. Er führt zu Dehydration, Elektrolytverschiebungen und einem erhöhten Blut-pH-Wert. Gleichzeitig steigen Stressbelastungen, und oxidativer Stress nimmt zu. Die Folgen sind deutlich messbar: geringere Futteraufnahme, schlechtere Futterverwertung, Wachstumsdepressionen und eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit.
Bei Legehennen äußert sich dies unter anderem in einer reduzierten Legeleistung, schlechterer Eischalenqualität und geringerer Eimasse. Auch Fruchtbarkeit und Schlupfraten können beeinflusst werden. In der Broilermast kommt es zu langsameren Zunahmen, höherem Futtereinsatz pro Kilogramm Gewichtszunahme sowie Einbußen in der Schlachtkörperqualität.
Managementmaßnahmen entscheidend
Ein ganzheitlicher Ansatz ist entscheidend, um Hitzestress wirksam zu reduzieren. Im Stallmanagement spielt die Luftführung eine zentrale Rolle: Eine gute Ventilation, erhöhte Luftwechselraten sowie Kühlungssysteme wie Sprüh- oder Nebelanlagen helfen, die Temperatur zu senken. Auch eine angepasste Besatzdichte verbessert die Luftzirkulation.
Im Außenbereich sollten Schattenmöglichkeiten bereitgestellt werden. Helle oder isolierte Dächer können zusätzlich zur Reduktion der Wärmebelastung beitragen. Bei Broilern kann eine Anpassung des Lichtprogramms helfen, Aktivitätsphasen in kühlere Tageszeiten zu verlagern.
Wasser- und Fütterungsmanagement optimieren
Eine kontinuierliche Versorgung mit frischem, kühlem Wasser ist essenziell. Wasserqualität und -temperatur sollten regelmäßig überprüft werden. Parallel dazu kann das Fütterungsmanagement angepasst werden, etwa durch Fütterung in den kühleren Morgen- oder Abendstunden.
Die Nährstoffzusammensetzung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Ergänzungen mit Elektrolyten, Vitaminen und Mineralstoffen können im Rahmen eines angepassten Fütterungskonzepts zur ernährungsphysiologischen Unterstützung beitragen. Produkte wie Farm-O-San AHS können über das Tränkewasser eingesetzt werden, um das Fütterungsmanagement in Belastungssituationen zu unterstützen. Ergänzend kann der Einsatz von Antioxidantien, beispielsweise Selko AO-mix, im Rahmen einer ausgewogenen Rationsgestaltung erfolgen und liefert Antioxidantien zur ernährungsphysiologischen Unterstützung.
Nachhaltigkeit im Blick behalten
Hitzestress wirkt sich nicht nur auf Tiergesundheit und Leistung aus, sondern auch auf die Nachhaltigkeit der Produktion. Sinkende Effizienz führt zu höheren Emissionen pro erzeugter Einheit. Gleichzeitig erfordern Kühl- und Lüftungssysteme zusätzliche Ressourcen. Umso wichtiger sind präventive Maßnahmen, die Tierwohl, Leistung und Ressourceneffizienz in Einklang bringen.
Fazit
Hitzestress ist ein zentrales Thema in der modernen Geflügelhaltung. Wer frühzeitig reagiert und Stallklima, Fütterung sowie Wasserversorgung optimal steuert, kann negative Auswirkungen deutlich reduzieren und die Leistungsfähigkeit der Tiere auch in heißen Perioden stabilisieren. Trouw Nutrition bietet hierfür praxisorientierte Lösungsansätze. Produkte wie Farm-O-San AHS und Selko AO-mix können im Rahmen eines angepassten Fütterungsmanagements zur ernährungsphysiologischen Unterstützung von Geflügel in Belastungssituationen eingesetzt werden.
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