Die deutsche Putenbranche fordert von der neuen Bundesregierung klare politische Rahmenbedingungen und eine EU-weite Regelung zur Putenhaltung, um wirtschaftlich tragfähige Investitionen tätigen zu können.
Am Rande des NRW-Geflügeltages 2025 im Haus Düsse hat Bettina Gräfin von Spee, Vorsitzende des Verbandes der Deutschen Putenerzeuger (VDP), ihre Erwartungen an die neue Bundesregierung formuliert. Im Mittelpunkt steht dabei der Wunsch nach mehr Planungssicherheit für die Branche.
Putenhalter warnen: Ohne Planungssicherheit keine Zukunft
„Wir erwarten von der neuen Bundesregierung, dass sie uns Planungssicherheit gibt – denn dann können wir in neue Ställe investieren“, sagte von Spee. Die Branche setzt auf klare politische Signale, um Investitionen in die Zukunft der Putenhaltung tätigen zu können.
Besonders wichtig ist den Putenhaltern eine einheitliche europäische Regelung. Die Wirtschaft erhofft sich, dass sich die neue Bundesregierung auf EU-Ebene für die Einführung einer europäischen Putenhaltungsrichtlinie starkmacht. Einheitliche Standards seien laut von Spee die Voraussetzung dafür, dass Wettbewerbsverzerrungen innerhalb Europas vermieden werden.
Zudem machte von Spee deutlich, dass nationale Alleingänge wirtschaftlich nicht tragbar seien. Nur wenn alle Marktteilnehmer die gleichen Bedingungen haben, könne auch in Deutschland ein breites Angebot an Haltungsformen – etwa auf Wunsch des Lebensmitteleinzelhandels oder der Verbraucher – realisiert werden.

































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