„Wienerwald“ mit seinen Hähnchenspezialitäten war einmal die größte Restaurantkette Europas – lange vor McDonald`s oder Burger King. Der Slogan: „Heute bleibt die Küche kalt, wir gehen in den Wienerwald“ war legendär. Nach Insolvenzen, Verkäufen und Umorientierungen ist „Wienerwald“ Österreich jetzt pleite.
Die Unternehmensgeschichte von „Wienerwald“ begann vor fast 70 Jahren mit der Eröffnung des ersten Restaurants in München. Im Schwerpunkt wurde Hähnchenfleisch serviert, zum Beispiel das ganze „Brathendl“. Auch im Logo war das Hähnchen schon damals zu finden.
700 Standorte in den 1970er Jahren
In den 1970er Jahren gab es 700 Standorte allein in Deutschland und Österreich, weltweit waren es damals 1.600. In Spitzenzeiten wurden laut Firmenangaben 700.000 Hähnchen pro Tag verkauft.
Nach verschiedenen Insolvenzen, Teilverkäufen und Umorientierungen ist es jetzt wohl endgültig vorbei mit der Traditionsmarke in Österreich. Dort gab es zuletzt nur noch drei Filialen in der Region Wien.
„Wienerwald“ Deutschland nicht betroffen
Nicht betroffen von der Insolvenz in Österreich ist „Wienerwald“ Deutschland. Hier gab es im Herbst 2023 einen Neustart. Im touristisch hoch frequentierten Torfhaus im Harz eröffnete das erste Restaurant der wieder auferstandenen Kette. Ein zweites Restaurant im niedersächsischen Hildesheim feierte erste vor wenigen Wochen Eröffnung. Das gastronomische Angebot entspricht „dem Zeitgeist einer ausgewogenen, auf Frische betonten Speisekarte“.
Dabei bleibe das Grillhähnchen natürlich der Headliner. Auf Schweinefleisch wird gänzlich verzichtet, vegetarische und vegane Speisen spielen neben Bowls und traditionellen Gerichten und Desserts im modernen Look eine Hauptrolle.
Laut Pressemitteilung zur Eröffnung des ersten neuen Restaurants in Torfhaus setzt das systemgastronomische Konzept von „Wienerwald“ auf Wachstum. Weitere Häuser seien mittelfristig u. a. in Dresden und an der Ostsee geplant.




































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