Ganz ohne Geschenke ging es nicht: Prof. Dr. Robby Andersson (l.) mit seinem Team.
Das 13. Osnabrücker Geflügelsymposium am 20. Mai 2026 stand im Zeichen der Verabschiedung von Prof. Dr. Robby Andersson. Der Wissenschaftler ist einer der renommiertesten Geflügelexperten in Deutschland, er lehrte seit Mitte der '90er Jahre an der Hochschule Osnabrück. Der Geflügelbranche bleibt er aber auch im Ruhestand erhalten.
Beim diesjährigen Osnabrücker Geflügelsymposium gab es den Programmpunkt „Verabschiedung von Prof. Dr. Robby Andersson“. Der renommierte Geflügelexperte hat an der Hochschule Osnabrück den Studienschwerpunkt angewandte Geflügelwissenschaften (StanGe) aufgebaut und ist Ende vergangenen Jahres in den - wohlverdienten - Ruhestand gegangen. Von Verabschiedung wollte in Osnabrück aber niemand seiner Weggefährten und Laudatoren sprechen. Es sollte aber sehr wohl eine Würdigung seiner langjährigen Arbeit an der agrarwissenschaftlichen Fakultät geben – auch die wohlverdient.
Studienschwerpunkt Geflügel etabliert
Prof. Dr. Robby Andersson hat ab 2009 an der Osnabrücker Hochschule den Studienschwerpunkt Geflügel aufgebaut und seitdem viele Generationen von Studentinnen und Studenten begleitet. Was seine Laudatoren hervorhoben: Er hat sich immer als Brückenbauer zwischen Wissenschaft, Praxis, Politik und Wirtschaft verstanden. Was nützen wissenschaftliche Erkenntnisse, wenn sie nicht die Praxis getragen werden, wenn sie nicht dort für Fortschritt und Weiterentwicklung sorgen?
Niedersachsen ist Geflügelland Nr. 1 in Deutschland, das gilt nicht nur für die Urproduktion, sondern auch für die vor- und nachgelagerten Bereiche. Viele Unternehmen der Geflügelbranche, die ihren Ursprung in Niedersachsen haben, sind längs weltweit unterwegs. So ist die enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft hier nur folgerichtig – und Prof. Andersson hat sie mit Leben erfüllt.
Tierwohl nicht ohne Wirtschaftlichkeit denken
In den vergangenen Jahren hat das Thema Tierwohl in der Geflügelhaltung und damit ebenso in der Geflügelforschung einen hohen Stellenwert bekommen. Das spiegelt sich in unzähligen Projekten, Arbeiten oder Gutachten wider, für die Prof. Andersson (mit)verantwortlich zeichnet. Oder eben auch in seiner Arbeit in entsprechenden Gremien, Arbeitskreisen etc.. Dabei zeichnete ihn eines aus: „Dir war es immer wichtig, Tierwohl zusammen mit Wirtschaftlichkeit zu denken“, sagte es sein Pflanzenbau-Kollege Prof. Dr. Hans-Werner Olfs. Friedrich-Otto Ripke, der Vorsitzende des Landesverbandes der Niedersächsischen Geflügelwirtschaft (NGW), dazu: „Du genießt große Wertschätzung in der Wirtschaft.“




































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