Neues Praxishandbuch: Damit Fuchs, Marder und Habicht keine Chance haben

26 März 2025
Legehenne
Praxishandbuch Beutegreifer

Eier von Legehennen in Auslaufhaltung werden immer beliebter. Doch für die Geflügelhalter ist diese Haltung eine Herausforderung: Füchse, Marder und Greifvögel sind eine große Gefahr. Eine neue Broschüre aus Hessen gibt wertvolle Tipps, wie Verluste zu vermeiden sind.

 „Wir wollen Geflügelhalter dabei unterstützen, die Verluste in ihren Ausläufen zu minimieren. Die Broschüre zeigt, wie Angriffe von Beutegreifern mit praxisnahen Lösungen abgewehrt werden können“, sagte Daniel Köfer im hessichen Heusenstamm. Auf dem Geflügelhof von Markus Wöhl stellte der Landwirtschaftsstaatssekretär das neue Praxishandbuch „Schutz vor Beutegreifern in der Geflügelhaltung" des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen (LLH) vor.

Geflügelhalter Markus Wöhl zeigte vor Ort, wie er seine Tiere mit einer Kombination aus bewährten Schutzmaßnahmen und innovativen Ansätzen schützt. Er hält rund 1500 Legehennen in drei Hühnermobilen.

Ziegen als Wächter können Beutegreifer abschrecken

Eine besondere Maßnahme auf dem Hof Wöhl ist der Einsatz von Ziegen. Sie verunsichern durch ihre wachsame und neugierige Art Beutegreifer und können so Angriffe aus der Luft auf das Geflügel verhindern. Auch mit Hunden und Alpakas als Herdenschutztiere wurden in anderen Betrieben gute Erfahrungen gemacht.

Diese natürlichen Schutzmethoden ergänzen bewährte Maßnahmen wie Elektrozäune oder geschützte Unterstände. Geflügelhaltung mit Auslauf und effektiver Schutz können Hand in Hand gehen. „Gezielte Maßnahmen können eine große Wirkung entfalten“, betonte Staatssekretär Köfer. „Es braucht Wissen, Engagement und clevere Lösungen – genau das möchten wir mit der neuen Broschüre unterstützen.“

Neues Handbuch mit Tipps aus der Praxis

Die neue Broschüre gibt wertvolle Tipps aus der Praxis für die Praxis. Neben Steckbriefen zu typischen Beutegreifern wie Fuchs, Marder und Greifvögeln enthält sie konkrete Handlungsempfehlungen – von sicherem Zaunbau über den Einsatz von Herdenschutztieren bis hin zu organisatorischen Maßnahmen wie der regelmäßigen Kontrolle der Bestände. Ein digitales Tool ermöglicht zudem betriebsindividuelle Berechnungen. Ziel ist es, eine Koexistenz der landwirtschaftlichen Tierhaltung und der ansässigen Tierwelt zu ermöglichen.

Finanziert aus Landesmitteln ist die Broschüre kostenlos über den Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen erhältlich. Sie richtet sich an landwirtschaftliche Betriebe und private Geflügelhalter, die ihre Tiere effektiv vor Angriffen schützen möchten.

PM / Christa Diekmann-Lenartz
Bild: Christa Diekmann-Lenartz

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