Neue Zölle auf US-Agrarimporte: Hähnchenfleisch besonders betroffen

05 März 2025
Absatz
China Hähnchenfleisch

China und Kanada reagieren auf US-Strafzölle mit eigenen Abgaben auf Agrarprodukte. Besonders betroffen: Hähnchenfleisch und Getreide.

Vergeltungszölle: China erhebt 15 % auf Hähnchenfleisch & Getreide

China und Kanada haben als Reaktion auf neue US-Strafzölle eigene Zölle auf US-Agrarprodukte angekündigt. Besonders betroffen ist Hähnchenfleisch: Peking wird ab dem 10. März zusätzliche Zölle von 15 % auf Hähnchenfleisch, aber auch auf Weizen, Mais und Baumwolle erheben. Zudem werden weitere US-Agrargüter wie Sojabohnen, Sorghum, Schweine- und Rindfleisch, Obst, Gemüse und Milchprodukte mit einer Zusatzabgabe von 10 % belegt.

Die US-Regierung unter Präsident Donald Trump hat zuvor die bereits angedrohten Zollerhöhungen gegen China, Kanada und Mexiko umgesetzt. Peking reagierte umgehend mit eigenen Maßnahmen gegen US-Agrarprodukte. Auch Kanada kündigte Vergeltungszölle an, und Mexiko dürfte bald nachziehen.
Die neuen US-Zölle auf chinesische Waren bedeuten eine weitere Eskalation des Handelsstreits zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt. Während Trump nun Strafzölle auf chinesische Produkte auf 20 % anhob, hatte sein Vorgänger Joe Biden bereits höhere Zölle auf Halbleiter und Elektrofahrzeuge aus China eingeführt.

Kanada kontert US-Strafzölle mit Abgaben auf Bier & Haushaltsgeräte

Auch Kanada wurde von den US-Strafzöllen in Höhe von 25 % betroffen. Als Reaktion kündigte Premierminister Justin Trudeau eigene Zölle in gleicher Höhe auf US-Importe im Wert von 30 Mrd. Can$ (19,8 Mrd. Euro) an. Falls die US-Maßnahmen nicht zurückgenommen würden, sollten weitere Zölle auf Waren im Wert von 125 Mrd. Can$ (82,5 Mrd. Euro) folgen.

Besonders betroffen von den kanadischen Vergeltungsmaßnahmen sind zunächst US-Produkte wie Bier, Wein, Bourbon, Haushaltsgeräte und Orangensaft. Ontarios Regierungschef Doug Ford brachte sogar eine Einschränkung der Nickel- und Stromlieferungen in die USA ins Gespräch.

Mexiko plant eigene Maßnahmen – Handelskonflikt spitzt sich zu

Auch Mexiko steht kurz davor, eigene Vergeltungszölle einzuführen. Präsidentin Claudia Sheinbaum plant für den 6. März ein Gespräch mit Trump. Sollte es zu keiner Einigung kommen, will Mexiko ab dem 9. März Gegenmaßnahmen ergreifen.

Trump kündigt weitere Zölle auf Agrarimporte an

Zusätzlich kündigte Trump an, am 2. April neue Zölle auf „externe“ Agrarprodukte zu erheben, ohne jedoch Details zu nennen. Auf seiner Plattform Truth Social forderte er die US-Landwirte auf, sich auf eine verstärkte Produktion für den heimischen Markt vorzubereiten.

Geflügelnews
Bild: Adobe Stock_ zhang yongxin
Quelle: AgE

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