Nährstoffeinträge im Legehennenauslauf: Forschung zu nachhaltigen Lösungen

30 September 2025
Legehenne

Hühner im Freiland sorgen schnell für hohe Nährstoffeinträge im Nahbereich von Ställen. Das Forschungsprojekt KLUFT entwickelt praxisnahe Lösungen für mehr Umwelt- und Gewässerschutz.

Hühner im Freiland wirken friedlich und idyllisch. Doch im direkten Umfeld von Legehennenställen entstehen schnell Probleme: Pfützen, Matsch und vor allem hohe Nährstoffeinträge. Stickstoff und Phosphor können sich im Boden anreichern, verlagern oder ausgewaschen werden – eine Herausforderung für Umwelt- und Gewässerschutz.

Hier setzt das Forschungsprojekt KLUFT am Fachgebiet Ökologischer Land- und Pflanzenbau an. Ziel ist es, Nährstoffe im Nahbereich von Legehennenställen mit geeigneten Substraten aufzufangen und anschließend als Dünger zu nutzen – ein Ansatz ganz im Sinne der Kreislaufwirtschaft.

Forschungsprojekt KLUFT untersucht Substrate

In kontrollierten Exaktversuchen wurden verschiedene Substrate und Zuschlagsstoffe auf ihre Fähigkeit zur Nährstoffbindung getestet. Auch Praxistests unter realen Haltungsbedingungen gehören zum Projekt. Die bisherigen Ergebnisse zeigen klare Tendenzen: Mineralische Materialien wie Sand, Kies oder Gleisschotter sind nicht geeignet. Sie fördern durch ihre Drainagewirkung das Auswaschen von Nährstoffen, bergen hygienische Risiken und verursachen hohe Entsorgungskosten.

Deutlich besser schneiden dagegen organische Substrate ab. Sie können Nährstoffe stärker binden und leisten so einen Beitrag zur Reduzierung von Umweltbelastungen im Nahbereich von Legehennenställen.

Geflügelnews
Bild: Dieter Theyssen
Quelle: Dieter Theyssen

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