Frankreichs Feinschmecker essen 2024 mehr Geflügel als Schwein – ein historischer Wandel, getragen von Vielfalt und Regionalität.
Rekord beim Geflügelverbrauch: 31,6 Kilo pro Person in Frankreich
In Frankreich hat gutes Essen einen hohen Stellenwert. Dort hat Geflügel einen historischen Meilenstein erreicht: 2024 wurde es zum meist verzehrten Fleisch des Landes und „überholte“ Schweinefleisch. 31,6 kg Geflügelfleisch aß jede Französin und jeder Franzose 2024. Das gab der nationale Geflügelwirtschaftsverband ANVOL bekannt.
Die Nachfrage nach Geflügelfleisch verzeichnete 2024 in Frankreich ein spektakuläres Wachstum: Gegenüber dem Vorjahr gab es ein Plus von knapp 10 Prozent, im Jahr davor hatte es bereits einen Zuwachs von 3,6 Prozent gegeben.
Laut Umfrage schätzen 89 Prozent der französischen Verbraucher das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis, über 90 Prozent stimmen zu, dass Geflügel einfach zuzubereiten und lecker ist.
Vielfalt im Stall: Acht verschiedene Geflügelarten werden gezüchtet
Frankreichs Geflügelhalter setzen dabei auf Vielfalt: Es ist das einzige Land der Welt, in dem die Zucht von acht verschiedenen Arten (Truthahn, Perlhuhn, Ente, Wachtel, Taube, Gans, Huhn, Hahn) nach verschiedenen Produktionsstandards (Label Rouge, Bio, konventionell) stattfindet.
Vogelgrippe im Griff: Produktion steigt wieder deutlich an
Laut dem Bundesverband ANVOL ist die Produktion 2024 nach den vielen Vogelgrippe-Fällen in den Jahren davor wieder um 12,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Dies ist durch die dortige Impfstrategie und Einhaltung strikter Biosicherheitsmaßnahmen möglich gewesen. Von den Produktionsmengen her ist nun das Niveau von 2019 (vor der Vogelgrippe-Welle) wieder erreicht.
Hohe Importe trotz Boom – Branche fordert neue Stallbauten
Dennoch ist der Importanteil bei Geflügel in Frankreich nach wie vor hoch. Er liegt bei gut 40 Prozent. Die Geflügelbranche fordert deshalb, dass die Behörden den Bau neuer Ställe in Frankreich unterstützen. 86 Prozent der französischen Verbraucher möchten gern einheimische Ware kaufen.
Herkunftskennzeichnung soll für mehr Transparenz sorgen
Zudem fordert ANVOL, dass die Einfuhr von Geflügel verbietet, das unter in Frankreich nicht erlaubten Produktionsstandards erzeugt wurde. Wie der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG) fordert auch der französische Verband eine Herkunftskennzeichnung an allen Verkaufsstellen inkl. Außer-Haus-Verzehr.




































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