Die Erzeugerpreise in der Landwirtschaft bleiben unter Druck. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lagen sie im Mai 2026 deutlich unter dem Vorjahresniveau. Auch Geflügelhalter mussten erstmals seit Monaten sinkende Preise hinnehmen. Eine Ausnahme bilden Eier: Sie verteuerten sich binnen Jahresfrist erneut zweistellig.
Erzeugerpreise sinken erneut deutlich
Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte lagen im Mai 2026 13,9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Gegenüber April 2026 gaben die Preise ebenfalls nach und sanken um 1,5 Prozent.
Damit setzt sich der Abwärtstrend fort. Im April hatte das Minus gegenüber dem Vorjahr noch 12,3 Prozent betragen, im März 8,8 Prozent.
Sowohl pflanzliche als auch tierische Erzeugnisse verbilligten sich. Die Preise für pflanzliche Produkte lagen 10,4 Prozent unter dem Vorjahreswert, tierische Erzeugnisse verloren 15,9 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat gingen die Preise ebenfalls zurück.
Milch belastet die Entwicklung bei tierischen Erzeugnissen
Besonders stark fiel der Preisrückgang bei Milch aus. Die Erzeuger erhielten im Mai 25,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Gegenüber April stieg der Milchpreis allerdings leicht um 1,7 Prozent.
Auch die Preise für Schlachttiere entwickelten sich überwiegend rückläufig.
Geflügelpreise geben erstmals seit Oktober 2024 nach
Für Geflügelhalter besonders bemerkenswert: Die Preise für Geflügel lagen im Mai 0,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Damit verzeichnete der Markt erstmals seit Oktober 2024 wieder einen Preisrückgang.
Verantwortlich dafür waren vor allem niedrigere Erlöse für Masthähnchen, deren Preise gegenüber Mai 2025 um 4,7 Prozent sanken.
Anders entwickelte sich der Markt für Enten und Puten. Die Preise für sonstiges Geflügel stiegen im Jahresvergleich um 5,7 Prozent.
Eier bleiben die Ausnahme
Während viele tierische Produkte an Wert verloren, setzte sich der Aufwärtstrend am Eiermarkt fort. Die Erzeugerpreise für Eier lagen im Mai 13,6 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Damit bleiben Eier eines der wenigen landwirtschaftlichen Produkte, die sich trotz des allgemeinen Preisrückgangs deutlich verteuert haben.

































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