Die Vogelgrippe breitet sich in den USA erneut unter Milchkühen aus. Im Bundesstaat Washington hat das USDA erstmals das H5-Virus in zwei Rinderherden nachgewiesen. Die Behörden untersuchen nun, wie sich die Tiere infiziert haben.
Die hochpathogene Aviäre Influenza (HPAI) hat erstmals Milchviehbetriebe im US-Bundesstaat Washington erreicht. Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) bestätigte am 8. Oktober 2026 Infektionen mit dem Vogelgrippevirus H5 in zwei Milchviehherden. Damit haben die Behörden seit Beginn des Ausbruchsgeschehens im März 2024 in insgesamt 19 US-Bundesstaaten infizierte Milchkühe nachgewiesen.
Die nationalen Veterinärlaboratorien (NVSL) wiesen das Virus der Klade 2.3.4.4b mittels PCR nach. Die genaue genetische Analyse steht noch aus.
Die beiden betroffenen Herden waren zuvor durch klinische Symptome aufgefallen, die auf eine Infektion mit der Vogelgrippe hindeuteten. Bei den regelmäßigen Kontrollen im Rahmen des nationalen Milchüberwachungsprogramms hatten die Tiere zuvor stets negative Testergebnisse geliefert.
Vogelgrippe bei Milchkühen: Behörden suchen nach Infektionsquelle
Für den Bundesstaat Washington sind es die ersten bestätigten HPAI-Fälle bei Nutztieren. Zwar hat das Virus seit März 2024 Milchviehherden in 19 US-Bundesstaaten erreicht. Im Jahr 2026 registrierten die Behörden jedoch nur in wenigen Bundesstaaten neue Infektionen.
Der Veterinärdienst APHIS untersucht nun gemeinsam mit dem Landwirtschaftsministerium des Bundesstaates Washington die betroffenen Betriebe. Weitere Tests und epidemiologische Untersuchungen sollen klären, wie das Virus in die Herden gelangte und ob sich die Infektion weiter ausgebreitet hat.
USDA fordert strengere Biosicherheit in Milchviehbetrieben
Trotz der neuen Nachweise hält das USDA an seiner bisherigen Strategie zur Bekämpfung der Vogelgrippe fest. Im Mittelpunkt steht weiterhin die Biosicherheit.
Die Behörde fordert Milchviehhalter auf, ihre Schutzmaßnahmen zu verstärken. Sie sollen verhindern, dass das Virus in die Bestände gelangt oder zwischen Betrieben übertragen wird.
Landwirte sollen Tiere mit verdächtigen Krankheitssymptomen umgehend den zuständigen Veterinärbehörden melden. Das gilt auch für ungewöhnliche Erkrankungs- oder Todesfälle bei Wildtieren.
Für zusätzliche Biosicherheitsmaßnahmen und Kosten, die durch HPAI entstehen, stellt das USDA finanzielle Hilfen bereit.
Vogelgrippe in Rinderherden: Ist die Milch noch sicher?
Nach Angaben des USDA gefährden die neuen Infektionen die Sicherheit der kommerziellen Milchversorgung nicht. Die US-Lebensmittelbehörde FDA geht davon aus, dass die Pasteurisierung das Vogelgrippevirus zuverlässig inaktiviert.
Vogelgrippe: Beschäftigte in Tierhaltungsbetrieben stärker gefährdet
Auch das Risiko für die menschliche Gesundheit schätzen die US-Behörden weiterhin als gering ein. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC stellen die derzeit bei Vögeln und Milchkühen zirkulierenden HPAI-Viren für die Allgemeinbevölkerung nur ein geringes Infektionsrisiko dar.
Anders sieht es bei Menschen aus, die regelmäßig mit infizierten Tieren in Kontakt kommen. Dazu gehören insbesondere Beschäftigte in der Tierhaltung. Für sie besteht ein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Die CDC empfiehlt deshalb entsprechende Schutzmaßnahmen beim Umgang mit möglicherweise infizierten Vögeln und Säugetieren.








































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