Im Jahr 2024 wurden in den Niederlanden deutlich mehr Legehennen- und Masthähnchenbetriebe verkauft, weil steigende Preise und Lbv-Regelungen neue Verkaufsanreize schaffen.
Im Jahr 2024 wurden in den Niederlanden deutlich mehr Legehennen- und Masthähnchenbetriebe verkauft als in den Vorjahren. Wie der niederländische Verband der Immobilienmakler (NVM) laut Pluimveeweb berichtet, wechselten im vergangenen Jahr sechs Legehennen- und drei Masthähnchenbetriebe den Besitzer. Zum Vergleich: 2023 waren es insgesamt nur vier, 2022 sechs Betriebe.
Der NVM stellte in seinem aktuellen Jahresbericht eine wachsende Dynamik auf dem Markt für Intensivtierhaltungsbetriebe fest. Insgesamt wurden im Jahr 2024 bereits 27 dieser Betriebe verkauft – ein deutlicher Anstieg gegenüber 17 im Vorjahr. Zu den Intensivtierhaltungen zählen neben Geflügel- auch Schweine- und Kälbermastbetriebe.
Lbv-Regelung sorgt für neue Dynamik am Geflügelmarkt
Laut NVM ist dieser Aufschwung vor allem auf eine gestiegene Zahl zum Verkauf stehender Betriebe zurückzuführen. Ein wesentlicher Grund dafür sind die sogenannten Lbv-Regelungen, die einen Mindestverkaufspreis garantieren. Viele Landwirte bieten ihre Betriebe deshalb am freien Markt an, in der Hoffnung auf bessere Preise. Mitunter gelingt das, da Kaufinteressenten die Chance nutzen wollen, bevor Betriebe durch die Lbv endgültig vom Markt verschwinden.
Große Betriebe investieren in Expansion – trotz Unsicherheiten
Einige Unternehmen, wie etwa die Hardeman Egg Group, kaufen gezielt Legehennenbetriebe auf, um ihre Position zu stärken. Besonders für Landwirte ohne Nachfolger oder für solche, die nicht an der Lbv-Regelung teilnehmen können, sei laut NVM derzeit ein günstiger Zeitpunkt für einen Verkauf. Die Vermarktbarkeit von Intensivtierhaltungsbetrieben wurde von den NVM-Maklern für 2024 mit der Note 7 bewertet – ein Anstieg gegenüber der Note 6 im Jahr zuvor.
Trotz politischer Unsicherheiten und der anhaltenden Stickstoffkrise besteht laut NVM eine hohe Nachfrage nach genehmigten Betrieben, insbesondere zur Expansion. Für diese Flächen würden aktuell hohe Preise gezahlt. René Loman vom NVM erklärt, dass vor allem größere Unternehmen aufgrund guter wirtschaftlicher Aussichten bereit seien, in die Ausweitung ihrer Geflügelbetriebe zu investieren. Die wirtschaftliche Lage sei 2024 für Masthähnchenhalter besonders gut, auch Legehennenbetriebe erzielten hervorragende Erträge.

































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