Während Betriebe aufgeben und Rinderbestände schrumpfen, wächst ein Bereich gegen den Trend: die Geflügelhaltung. Neue Zahlen aus Brandenburg zeigen, wie stark sich die Landwirtschaft in den vergangenen 25 Jahren verändert hat – warum Eier und Hühner heute eine größere Rolle spielen als früher.
Ein Viertel der Betriebe verschwunden
Seit 2001 hat Brandenburg rund ein Viertel seiner landwirtschaftlichen Betriebe verloren. Ihre Zahl sank von etwa 6.900 auf 5.200. Auch die bewirtschaftete Fläche schrumpfte: Statt über einer Million Hektar stehen heute rund 60.000 Hektar weniger zur Verfügung.
Mit den Höfen gingen Arbeitskräfte verloren. Die Zahl der Beschäftigten sank um etwa 15 Prozent auf knapp 31.800.
Geflügel legt zu – Eierproduktion wächst kräftig
Doch ein Bereich entwickelte sich in Brandenburg gegen den allgemeinen Trend - die Geflügelhaltung. Der Hühnerbestand des Landes wächst seit 2001 deutlich. Im Jahr 2023 hielten Brandenburgs Geflügelbetriebe knapp 8 Millionen Tiere, gut zwei Millionen mehr als zu Beginn des Jahrtausends.
Auch die Eierproduktion wuchs kräftig. Für 2025 rechnen die Statistiker mit rund 958 Millionen Eiern. Das entspricht einem Plus von etwa 20 Prozent. Geflügel gewinnt damit spürbar an wirtschaftlicher Bedeutung und prägt die Tierhaltung stärker als andere Sparten.
Rinder, Schweine und Schafe verlieren an Bedeutung
Während Geflügel zulegt, schrumpfen andere Tierbestände deutlich. Die Zahl der Rinder sank binnen 25 Jahren um rund 243.400 Tiere auf etwa 406.000. Das entspricht einem Rückgang von fast 38 Prozent.
Auch die Schweinehaltung ging zurück. 2025 zählten die Betriebe noch rund 685.000 Tiere – gut 20 Prozent weniger als 2001. Besonders stark traf es die Schafhaltung: Ihr Bestand hat sich mehr als halbiert und liegt nur noch bei rund 71.000 Tieren.
Vom Roggenland zum Sonnenblumen-Spitzenreiter
Auch der Ackerbau veränderte sich deutlich. Weizen, Roggen und Gerste bleiben die wichtigsten Kulturen. Doch der Roggen verlor massiv an Fläche. Mit rund 130.000 Hektar hat sich sein Anbau seit 2001 nahezu halbiert.
Dafür gewann der Sonnenblumenanbau stark an Bedeutung. Brandenburg führt hier inzwischen bundesweit. 2025 wuchsen Sonnenblumen auf rund 21.300 Hektar.




































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