Wie gelingt wirksamer Impfschutz im Geflügelbestand? Ein Fachtierarzt zeigt vor Ort, wie Betriebe ihre Tiere vom ersten Lebenstag an systematisch immunisieren – mit klaren Abläufen, moderner Technik und möglichst wenig Stress für die Tiere.
Dr. Holger Stolle, Fachtierarzt für Geflügel, erläutert an den Beständen der Firma Seppenhagen, wie die Impfprogramme bei den Tieren für die ab ovo Gruppe praktisch umgesetzt werden. Er demonstriert, wie die Küken gegen die Newcastle Disease (ND) geimpft werden und spricht darüber, wie die ab ovo Gruppe das Impfen bei den Elterntieren, in der Brüterei, bei den Junghennen und den Legehennen umsetzt.
Grundimmunisierung am ersten Lebenstag
Bereits als Eintagsküken erhalten die Tiere eine Grundimmunisierung: zunächst durch einen Lebendimpfstoff per Spray und zusätzlich durch eine Vektorimpfung per Nadel (kombiniert mit Marek-Impfstoff).
Impfstrategie beginnt vor dem Schlüpfen
Die Elterntiere werden zuvor mehrfach mit einem Totimpfstoff geimpft, sodass die Küken schon mit einer guten Grundimmunität schlüpfen. Während der Aufzucht folgen mehrere weitere Impfungen: am 1. Lebenstag (Spray + Vektorimpfung) am 18. Tag (erneut Spray) danach regelmäßig im Abstand von etwa 6 Wochen zusätzlich kurz vor der Umstallung in den Legebetrieb (ca. 16. Woche).
Ein Schwerpunkt liegt auf der Spray-Impftechnik: Es wird gezielt ein Grobspray eingesetzt, damit der Impfstoff über Augen und Nase aufgenommen wird. Besonders wichtig ist dabei die Hardersche Drüse, ein zentrales Immunorgan beim Huhn.
Systematik und Technik sichern den Impferfolg
Die Impfungen werden meist im Dunkeln durchgeführt, um Stress zu reduzieren. Außerdem arbeiten Impfkolonnen effizient zusammen, um die Tiere schnell und schonend zu behandeln.
Fazit: Durch ein umfassendes Impfprogramm und optimierte Technik werden die Tiere bestmöglich geschützt und gut vorbereitet an die Legehennenbetriebe übergeben.
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