Der Vertrag von Bundestierschutzbeauftragter Ariane Kari läuft aus – und die Bundesregierung will ihn offenbar nicht verlängern.
Der Vertrag der Bundestierschutzbeauftragten Ariane Kari läuft Ende Mai 2025 aus – eine Verlängerung scheint derzeit nicht vorgesehen. Laut agrarheute will die Bundesregierung offenbar auf die Position verzichten.
Tierschutzbeauftragte Kari seit 2023 im Amt
Ariane Kari hatte ihr Amt am 1. Juni 2023 angetreten. Die promovierte Tierärztin mit Spezialisierungen im öffentlichen Veterinärwesen und im Tierschutz wurde auf Beschluss des damaligen Bundeskabinetts eingesetzt. Ursprünglich war geplant, die Stelle im Zuge der geplanten Tierschutzgesetz-Novelle zu entfristen. Da diese Gesetzesänderung in der letzten Legislaturperiode scheiterte, blieb das Amt befristet.
Tierschutzbund fordert Verlängerung des Amtes
Der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, sprach sich klar gegen ein Auslaufen der Position aus. Er rief Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer dazu auf, sich für eine Verlängerung des Vertrags einzusetzen. Dies sei wichtig, um das Vertrauen der vielen Tierschutzengagierten in Deutschland zu erhalten, so Schröder laut agrarheute.
Warnung vor Folgen für Tierschutzpolitik
Schröder verwies zudem auf die ohnehin angespannte personelle Lage im zuständigen Referat des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Ohne die Bundestierschutzbeauftragte drohe eine Vernachlässigung zentraler Aufgaben im Tierschutz – etwa in der landwirtschaftlichen Tierhaltung, bei Heim- und Wildtieren sowie in der Forschung. Der Wegfall der Stelle wäre laut Schröder ein „Rückschritt in der Tierschutzpolitik“.

































Reagieren
Geflügelnews lädt Sie ein, auf Artikel zu reagieren und schätzt Reaktionen mit Inhalt. Die Redaktion behält sich das Recht vor, beleidigende oder kommerziell motivierte Reaktionen ohne Angabe von Gründen zu entfernen.