8 Milliarden Euro Umsatz: Agravis bestätigt Kurs auch 2025

26 Januar 2026
Agribusiness
Agravis Zentrale Münster

Volatile Märkte, hohe Kosten, zurückhaltende Investitionen – 2025 war kein leichtes Jahr in der Landwirtschaftsbranche. Umso bemerkenswerter ist das Ergebnis der Agravis Raiffeisen AG: Der Umsatz liegt erneut über Plan und unterstreicht die wirtschaftliche Stabilität des Unternehmens.

Wie die Agravis Raiffeisen AG mit Sitz in Münster (Nordrhein-Westfalen) mitteilte, konnte auch das Ergebnis vor Steuern im Vergleich zum Vorjahr mit 65 Mio. Euro nochmals leicht verbessert werden. „Die Zahlen unterstreichen unseren Zukunftsmut und bestätigen unsere Strategie als nationaler Agrarhändler mit den Kernbereichen Pflanze, Tiere, Technik, Energie und Märkte“, erklärte Vorstandsvorsitzender Dr. Dirk Köckler.

76 Millionen Euro Investitionen in 2025

Agravis gelinge es zunehmend, Digitalisierung und Nachhaltigkeit erfolgreich in die Geschäftsprozesse einzubinden. Trotz volatiler Preise und geopolitischer Unsicherheiten konnte das Unternehmen Marktanteile stabilisieren und ausbauen. „Unsere Zahlen sind ein klares Signal für Stabilität und Perspektive. Auch 2026 wollen wir uns weiter verbessern, um ein attraktiver Handelspartner zu bleiben“, so Dr. Dirk Köckler.
Ein weiteres Zeichen der Unternehmensstärke sei die hohe Investitionsbereitschaft: 2025 investierte Agravis 76,4 Mio. Euro in Standortstruktur und Digitalisierung und damit erneut mehr als abgeschrieben wurde. 

Neben wirtschaftlicher Stabilität setzt Agravis konsequent auf Nachhaltigkeit. Das Unternehmen entwickelt markttaugliche Konzepte für Klimaschutz und Energiewende, etwa durch klimaschonende Düngemittel, innovative Saatgutbehandlungen und den Ausbau der Biomethan-Aktivitäten. Voraussetzung sei jedoch stets die Nachfrage im Markt. „Wir entwickeln nichts für die Galerie“, so der Vorstandsvorsitzende.

Windkraft mit Speicherlösungen im Fokus

Der ländliche Raum ist für Agravis zentraler Innovationsraum, etwa für Biogas, Biomethan, digitale Agrartechnik und nachhaltige Düngesysteme. Auch die Eigenenergieproduktion wird weiter ausgebaut: Die installierte PV-Leistung wurde vervierfacht, der Eigenverbrauch von Solarstrom verzehnfacht. Ziel sei es, mittelfristig rund 80 Prozent des Strombedarfs selbst zu decken. Perspektivisch setzt Agravis zudem auf Windkraft in Kombination mit Speicherlösungen.

Politisch bekennt sich Agravis klar zum Tierhaltungsstandort Deutschland. Kreislaufwirtschaft, regionale Wertschöpfung sowie hohe Tierwohl- und Umweltstandards seien entscheidende Wettbewerbsvorteile. Für eine zukunftsfähige Tierhaltung brauche es Planungssicherheit, praxistaugliche Regeln und faire Wettbewerbsbedingungen in der EU. 

Die finalen Geschäftszahlen 2025 sowie der Ausblick auf 2026 werden auf der Bilanz-Pressekonferenz am 18. März 2026 vorgestellt.

PM / Christa Diekmann-Lenartz
Bild: AGRAVIS Raiffeisen AG

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