Die Familie Timmerhuis aus Wilsum hat ihren Betrieb neu ausgerichtet. Statt Zuchtsauen setzt sie heute auf Hähnchenmast nach dem niederländischen „Beter Leven“-Programm. Betriebsleiter Bastian Timmerhuis erklärt, warum sich die Umstellung lohnt – für den Betrieb und für die Tiere.
Neustart nach Ausstieg aus der Sauenhaltung
Von Zuchtsauen zur "Beter Leven" Hähnchenmast nach dem niederländischen Modell. Die Familie Timmerhuis in Wilsum ist ein traditionsreicher Betrieb und hat sich nach dem Ausstieg aus der Sauenhaltung neu ausgerichtet – mit einem modernen Hähnchenmaststall, der 2025 in Betrieb ging.
Warum „Beter Leven“ überzeugt
Bastian Timmerhuis erläutert, warum die Familie sich für das Beter-Leven Konzept entschieden hat und wo die Vorteile für den Betrieb und für die Tiere liegen. Beter Leven bedeutet im Vergleich zur konventionellen Haltungsstufe 2 in Deutschland mehr Platz für die Tiere, Außenklimareize durch einen Wintergarten und ein System, bei dem alle Tiere gleichzeitig eingestallt und ausgestallt werden – ein großer Vorteil für Arbeitsabläufe und Tiergesundheit, die teils auch in der Haltungsstufe 3 in Deutschland zu finden sind.
Mehr Tierwohl durch Struktur und Beschäftigung
Die Hähnchen haben Zugang zu Beschäftigungsmaterial und erhalten täglich zusätzlich Weizenkörner. Besonders in den wärmeren Jahreszeiten wird der überdachte Wintergarten angenommen, den die Tiere je nach Temperatur den ganzen Tag nutzen können. Der Einstieg in die Hähnchenmast lief reibungslos, der Arbeitsaufwand ist gut machbar – und lässt sich problemlos in den Alltag integrieren, beschreibt Bastian seine Arbeit mit den Broilern. Die Familie ist froh mit ihrer Entscheidung den ursprünglich als Sauenstall geplanten Stall dann endlich als Hähnchenmaststall umgesetzt zu haben.
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