Wegen Eierbetrugs laufen in England Strafverfahren gegen mehrere Höfe. Es geht um gefälschte Haltbarkeitsdaten und falsche Kennzeichnung.
APHA entdeckt zahlreiche Verstöße gegen Vermarktungsvorschriften
In ganz England laufen derzeit Strafverfahren gegen mehrere Betriebe, nachdem Ermittlungen der britischen Tier- und Pflanzengesundheitsbehörde (Animal and Plant Health Agency, APHA) Fälle von Eierbetrug aufgedeckt haben. Zwischen Januar und März 2025 entdeckten die Behörden zahlreiche Verstöße gegen die Vorschriften zur Eiervermarktung. Wie APHA mitteilt, ging es vor allem um das unzulässige Ändern oder Verlängern von Mindesthaltbarkeitsdaten sowie um Verstöße gegen Kennzeichnungspflichten.
Summerley Top Farm: Haftstrafe nach Geständnis
Ein besonders gravierender Fall betrifft Phillip Hoyland von der Summerley Top Farm in Derbyshire. Nach Routinekontrollen wurde gegen ihn ermittelt. Er legte ein Geständnis ab und wurde zu einer zweijährigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt.
Geldstrafen für mehrere Eierbetriebe wegen Etikettenschwindel
Auch das Unternehmen Barradale Eggs Ltd., mit Sitz in Ashford, wurde vor Gericht gebracht. Eine Inspektion hatte ergeben, dass eine Charge Eier mit einem unrechtmäßig verlängerten Haltbarkeitsdatum neu verpackt worden war. Das Unternehmen wurde schuldig gesprochen und mit einer Geldstrafe in Höhe von 466 Pfund sowie weiteren 85 Pfund Verfahrenskosten belegt.
Ebenfalls betroffen ist Field Farm Eggs aus South Newbald, East Yorkshire. Das Unternehmen wurde in zwei Fällen für schuldig befunden, Klasse-A-Eier neu verpackt und das Haltbarkeitsdatum verändert zu haben. Das Strafmaß umfasste eine Geldstrafe von 1.000 Pfund, einen Opferzuschlag von 400 Pfund sowie Verfahrenskosten in Höhe von 85 Pfund.
Ein weiterer Fall betrifft Holyfield Farm Fresh Eggs Ltd. mit Sitz im Norden Londons. Das Unternehmen bekannte sich in drei Fällen schuldig, ebenfalls im Zusammenhang mit falsch deklarierten Haltbarkeitsdaten. Die genaue Höhe der Strafe wurde im Bericht nicht genannt.
Laut Angaben der APHA, die gemeinsam mit dem britischen Umweltministerium die Kontrollen durchführte, zeigen diese Fälle die Konsequenzen bei Verstößen gegen die Lebensmittelkennzeichnung. Die Maßnahmen sollen die Sicherheit der Verbraucher und das Vertrauen in die Lebensmittelsicherheit schützen.

































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