Aus einem alten Schweinemaststall wird ein Bio-Hähnchenstall. Ein Landwirt hat diesen Schritt gewagt. Der Umbau war teurer als gedacht, trotzdem würde er ihn jederzeit wiederholen.
Wie lassen sich bestehende Schweinemastställe für die ökologische Hähnchenmast nutzen? Dieser Frage widmete sich ein Umstellertag von Naturland.
Vor Ort konnten sich die teilnehmenden Landwirte ein konkretes Beispiel für die Umnutzung eines ehemaligen Schweinestalls anschauen und sich über die Chancen und Herausforderungen eines solchen Umbaus informieren. Der Betriebsleiter hat seinen früheren Schweinemaststall vor rund sechs Jahren zu einem Hähnchenmaststall umgebaut.
Vom Schweinemaststall zum Bio-Hähnchenstall: Umbau aufwendiger als gedacht
Was zunächst nach einer einfachen Lösung klang – Schweine raus, Hähnchen rein –, erwies sich in der Praxis als deutlich aufwendiger als erwartet. Die Außenwände und Decken des alten Gebäudes blieben erhalten, während der Innenbereich vollständig an die Anforderungen der ökologischen Hähnchenmast angepasst wurde. Zusätzlich entstand ein Wintergarten, der den Tieren weiteren Platz bietet.
Auch wenn der Umbau teurer ausfiel als geplant, ist der Betriebsleiter mit seiner Entscheidung zufrieden. Den Wechsel von der Schweine- zur Hähnchenmast würde er nach eigener Aussage jederzeit wieder vollziehen.
Alte Schweineställe bieten Potenzial für die Bio-Hähnchenmast
Auch aus Sicht von Biofino bietet die Umnutzung älterer Schweinemastställe interessante Perspektiven. Gerade die ökologische Geflügelhaltung kann eine Alternative für Betriebe sein, die ihre vorhandenen Gebäude weiter nutzen und sich wirtschaftlich neu aufstellen möchten. Typische Stallgrößen von etwa 600 bis 1.600 Quadratmetern bieten dafür geeignete Voraussetzungen. Entscheidend ist, die baulichen Gegebenheiten zu prüfen und den Stall entsprechend den Anforderungen der ökologischen Tierhaltung umzubauen.
Wie groß das Interesse an dieser Möglichkeit ist, zeigte sich auch bei den teilnehmenden Landwirten. Ein Biolandbetrieb aus der Nähe von Hameln, der bislang auf Ackerbau sowie Direktvermarktung und Großhandel setzt, beschäftigt sich ebenfalls mit dem Einstieg in die Tierhaltung. Angesichts der derzeit schwierigen Erzeugerpreise im Ackerbau sucht der Betrieb nach einer zusätzlichen Einkommensquelle. Ein angebotener Schweinemaststall brachte die Überlegungen ins Rollen. Zunächst stand auch die Legehennenhaltung zur Diskussion.
Der dafür notwendige Umbau mit Eierbändern und einem eigenen Packraum wäre jedoch deutlich umfangreicher. Deshalb rückt die Hähnchenmast stärker in den Fokus. Zwar erfordern auch hier Lüftung und Heizung Investitionen, der bauliche Aufwand erscheint dem Betrieb aber überschaubarer.
Naturland unterstützt Landwirte beim Einstieg in die Bio-Hähnchenmast
Der Umstellertag machte deutlich, dass die Umnutzung alter Schweinemastställe eine interessante Entwicklungsmöglichkeit für landwirtschaftliche Betriebe sein kann. Naturland möchte interessierten Landwirten dabei Perspektiven aufzeigen und sie auf dem Weg zur ökologischen Hähnchenmast begleiten. Wer überlegt, einen bestehenden Schweinemaststall künftig für die ökologische Hähnchenmast zu nutzen, kann sich bei Naturland über die Möglichkeiten und Voraussetzungen informieren.









































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