Biokreis hat kürzlich als erster größerer Bioverband die Geschlechtsbestimmung im Brutei zugelassen. Jetzt kommt weiter Bewegung in die Debatte. Naturland und Bioland wollen eine mögliche Zulassung des Verfahrens prüfen. Bislang setzen die beiden führenden Bioverbände auf die Bruderhahnaufzucht und Zweinutzungshühner.
Die jüngste Naturland-Delegiertenversammlung fand am 20. und 21. Mai 2026 im bayerischen Fürstenfeldbruck statt. Dort haben die Delegierten das Präsidium beauftragt, eine mögliche Zulassung der Geschlechtsbestimmung im Brutei zu prüfen.
Nach Angaben von Naturland soll das Präsidium bis zum Herbst diesen Jahres klären, nach welchen Kriterien die sogenannte In-Ovo-Geschlechtsbestimmung zum Einsatz kommen könnte. Das berichtet das Fachjournal „BioHandel“. Bislang setzt Naturland auf die Bruderhahnaufzucht und auf Zweinutzungshühner.
Intensives Abstimmen untereinander
Vorausgegangen waren intensive Abstimmungen des Fachausschusses Geflügel mit den Expert:innen der anderen Verbände, insbesondere Bioland.
Jan Plagge: „Es gibt aktuell sehr viel Dynamik in der Thematik, daher beschäftigen sich auch unsere Mitglieder und Fachleute intensiv damit. Im Mittelpunkt stehen Lösungsansätze für Aufzucht und Vermarktung von Bruderhähnen, das Bekenntnis zur weiteren überverbandlichen Förderung der Züchtung von Zweinutzungshühnern sowie die Frage, unter welchen Voraussetzungen Früherkennungstechniken künftig eine Rolle spielen könnten. Bioland und Naturland wollen – unter Einbezug ihrer jeweiligen Gremien – in diesen Fragen möglichst gemeinsam vorgehen und stimmen sich daher sehr eng dazu ab.”

































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