Die Nachfrage nach Eiern wächst, regionale Junghennen sind knapp. Bei einer gut besuchten Fachveranstaltung in der Eifel informierten sich landwirtschaftliche Betriebe über Chancen, Anforderungen und wirtschaftliche Perspektiven der Junghennenaufzucht und der Legehennenhaltung.
Großes Interesse an Fachveranstaltung
Zur gemeinsamen Veranstaltung der Geflügelvermehrung Friedrichsruh und der Eierpackstelle D + L Lehnertz GmbH „Eifel-Eier und Eiprodukte“ kamen am 2. Dezember 2025 über 60 Teilnehmer auf den Geflügelhof Lehnertz nach Habscheid. Neben rund 50 Landwirtinnen und Landwirten nahmen auch Vertreter von Futterlieferanten und Stalleinrichtern teil.
Das Publikum bestand überwiegend aus landwirtschaftlichen Familienbetrieben, darunter viele Neueinsteiger, Umsteller und Betriebe mit konkreten Erweiterungsplänen. Die Resonanz zeigte deutlich: Das Interesse an neuen Perspektiven in der Geflügelhaltung ist groß.
Praxiswissen aus erster Hand
Lambert Lehnertz, Geschäftsführer der Eier-Packstelle D + L Lehnertz GmbH, und Hans Rühmling, Geschäftsführer der Geflügelvermehrung Friedrichsruh beleuchteten die Anforderungen der modernen Legehennenhaltung und Junghennenaufzucht. Sie gingen dabei auch auf Investitionsbedarf, betriebliche Organisation und Vermarktung ein.
Ergänzend gab Geflügelfachtierarzt Mark Paulmann Einblicke in die tierärztliche Betreuung und das Gesundheitsmanagement von Geflügelbeständen. Sein Fokus lag auf Prävention, Bestandsstabilität und Biosicherheit.
Regionale Junghennen stark gefragt
Lambert Lehnertz machte zunächst deutlich, dass Legehennenhalter regelmäßig Junghennen benötigen – und diese möglichst aus deutscher Herkunft beziehen wollen. Regionale Aufzucht stärkt die Planungssicherheit der Betriebe und trifft zugleich die Erwartungen von Handel und Verbrauchern an Herkunft, Tierwohl und Transparenz.
Geflügelvermehrung Friedrichsruh sucht neue Aufzuchtbetriebe
Hans Rühmling stellte die Geflügelvermehrung Friedrichsruh vor. Das Unternehmen beliefert vorrangig den Markt in Nordrhein-Westfalen mit Junghennen – vom kleinen Direktvermarkter bis zum großen Legebetrieb mit mehreren hunderttausend Tieren. Das Einzugsgebiet reicht bis nach Hessen, ins südliche Niedersachsen und nach Rheinland-Pfalz. Die Geflügelvermehrung Friedrichsruh sucht neue, moderne Aufzuchtbetriebe.
Einstieg mit langfristiger Perspektive
Nach Einschätzung von Hans Rühmling bietet der Einstieg in die Junghennenaufzucht langfristig stabile Perspektiven: Die wachsende Eiernachfrage sorgt für verlässliche Absatzmärkte. Gleichzeitig stärkt regionale Aufzucht nachhaltige Wirtschaftskreisläufe. Die Betriebe profitieren dabei von einer engen Begleitung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Über 60 Jahre Erfahrung in der Aufzucht
Gut Friedrichsruh blickt auf mehr als 60 Jahre Erfahrung in der Junghennenaufzucht zurück. Die spezialisierten Aufzuchtprogramme sind auf die Anforderungen moderner Legehennenhaltung und Direktvermarktung abgestimmt und werden kontinuierlich weiterentwickelt.
Als Leitsatz gilt: „Kein Ei ohne Henne.“ Entsprechend hoch ist nach Hans Rühmling der Anspruch an Leistungsfähigkeit, Tiergesundheit und Management. Das Unternehmen arbeitet ausschließlich mit verlässlichen Partnerbetrieben und ist in die EW Group integriert.
Infrastruktur und Beratung als Erfolgsfaktoren
Zur Infrastruktur der Geflügelvermehrung Friedrichsruh zählen mehr als 500.000 Aufzuchtplätze an zehn Standorten. Eingesetzt werden robuste Genetiken von Lohmann Breeders. Spezialisierte Beraterinnen begleiten die Tiere vom Küken bis zur Legehenne.
Ein eigener Fuhrpark gewährleistet die termingerechte Auslieferung. Darüber hinaus ist das Unternehmen eng mit Verbänden und Organisationen wie dem KAT, dem ZDG sowie den Landesverbänden der Geflügelwirtschaft vernetzt.




































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