Geflügelwirtschaft begrüßt den Koalitionsvertrag

11 April 2025
Deutschland
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Hans-Peter Goldnick, Präsident des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG), sieht im neuen Koalitionsvertrag Rückenwind für seine Branche in Deutschland. Mehr Planungssicherheit und bessere Möglichkeiten zu investieren würden die Nutztierhaltung hierzulande stärken.

Besonders begrüßt der ZDG die zugesicherte Bestandssicherheit für Tierwohlställe und die geplanten Entbürokratisierungen beim Stallbau und Tierartenwechsel. Hans-Peter Goldnick betont: "Wir brauchen verlässliche Investitionsbedingungen, um Tierwohl, Versorgungssicherheit und Klimaschutz zusammenzubringen. Hier setzt der Koalitionsvertrag an den richtigen Stellschrauben an."

Importstandards müssen angepasst werden

Gleichzeitig mahnt der ZDG faire Wettbewerbsbedingungen im internationalen Handel an: "Unsere Erzeuger stehen im globalen Wettbewerb. Deshalb müssen Importstandards mit den heimischen Vorgaben harmonisiert werden. Die vorgesehenen Spiegelklauseln werten wir als erstes positives Signal."

Angesichts der jüngsten Zollankündigungen der USA gegenüber zentralen Exportpartnern wächst der Druck auf international verflochtene Branchen – auch in der Ernährungs- und Geflügelwirtschaft. Ein Anstieg der Lohnkosten auf 15 Euro je Stunde bis 2026 würde in dieser Zeit gerade kleine und mittelständische Betriebe in strukturschwachen Regionen hart treffen.

Uneinig in der Mindestlohnfrage

„Es ist richtig, dass auch weiterhin die Mindestlohnkommission über den gesetzlichen Mindestlohn berät und eine Empfehlung ausspricht. Ein per Gesetz festgeschriebener Mindestlohn von 15 Euro ab 2026 wäre ein falsches Signal“, so Goldnick. Zentral sei, dass die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Gesamtabwägung zwingend vorgenommen werde. Sofern das ausstehende Urteil zur EU-Mindestlohnrichtlinie die bestehende europarechtliche Grundlage grundsätzlich in Frage stelle, müsse insbesondere der Orientierungswert von 60 Prozent des Bruttomedianlohns auf den Prüfstand, forderte der ZDG-Präsident nachdrücklich.

PM, Geflügelnews
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