AUT Münster: „Geflügel ist bei ITW schon sehr weit“

09 Februar 2026
Deutschland
aut münster

IQ-Agrar ist im nord-westdeutschen Raum Bündler für QS und die Initiative Tierwohl (ITW). Die Kunden kommen überwiegend aus dem Rinder- und Schweinebereich. Aber es sind auch Geflügelmäster dabei, etwa Betriebe ohne feste Integration. IQ-Agrar hat einen Stand auf den AGRAR Unternehmertagen. Nicht nur für die Geflügelmäster sind die ITW-Neuheiten hier Thema.

Mathis Lemke ist Fachreferent bei der IQ-Agrar Service GmbH, die ihren Sitz im niedersächsischen Osnabrück hat. Als Dienstleister ist sie Bündler für QS und die Initiative Tierwohl. Sie kümmert sich u.a. um die Organisation der Systemteilnahme. „Teilnehmende Betriebe informieren wir zum Beispiel über Änderungen oder Neuerungen bei ITW“, erzählt er. 

IQ-Agrar ist schon lange mit einem Stand auf den AGRAR Unternehmertagen in Münster dabei. Ein Thema dieses Jahr ist, so Mathis Lemke, die geplante Einführung der Haltungsformstufen 3 und 4 bei ITW. Zur Grünen Woche wurden diesen beiden neuen Stufen im ITW-Programm vorgestellt. Ab etwa März 2026 können sich Hähnchen-, Puten- und Schweinemäster dafür anmelden. Im Sommer sollen die ersten Fleischprodukte aus ITW-Haltungsform 3 und 4 schon im Laden liegen. Für die Rinderhaltung sollen die beiden neuen Programmstufen im Laufe des Jahres folgen. 

Die Kriterien für die ITW-Haltungsformstufen 3 und 4 sind veröffentlicht worden. „Die ITW-Kriterien entsprechen überwiegend den bereits bekannten Formulierungen der Haltungsform.de“, sagt Mathis Lemke. 

Im Geflügelbereich nehmen über 90 Prozent der Betriebe an ITW teil, sie sind damit am weitesten. In welchem Umfang es Anmeldungen für die höheren ITW-Stufen geben wird, kann der IQ-Agrar-Mitarbeiter nicht abschätzen: „Das ist Sache des Marktes. Wenn dieses Fleisch mehr nachgefragt wird, werden auch mehr Betriebe versuchen, ihre Produktion dahingehend umzustellen. Inwieweit Betriebe die ITW-Auditierung in einer höheren Haltungsform zusätzlich oder anstatt eines bestehenden Haltungsformprogramms anfragen werden, bleibt ebenfalls abzuwarten“. Eine Rolle wird auch spielen, inwieweit nötige Um- oder Neubauten für die höheren Haltungsformen möglich sein werden.

Christa Diekmann-Lenartz
Bild: Christa Diekmann-Lenartz

Reagieren

Geflügelnews lädt Sie ein, auf Artikel zu reagieren und schätzt Reaktionen mit Inhalt. Die Redaktion behält sich das Recht vor, beleidigende oder kommerziell motivierte Reaktionen ohne Angabe von Gründen zu entfernen.