AUT Münster: Mit „Böllis“ punkten in Sachen Biosicherheit

06 Februar 2026
Stallmanagement
aut münster

Bernd Bösing ist mit seinem Stand nicht das erste Mal auf den AGRAR Unternehmertagen. Inzwischen kommen auch viele Geflügelhalter auf seinen Stand. Seine Stroh-Strukturpellets eignen sich gut als Einstreu und zur Beschäftigung. Derzeit testet er eine automatisierte Einbringung und Verteilung im Putenstall, ein Fräsen per Roboter soll noch kommen.

Bernd Bösing ist Agrarunternehmer aus dem westfälischen Vreden. Er stellt Stroh-Strukturpellets her und vertreibt seine „Böllis“ an Rinder-, Schweine- und Pferdehalter. Inzwischen aber auch oft an Geflügelhalter. Die Palette reicht dabei vom Hobbyhalter über den Mobilstallbesitzer bis hin zum Puten- und Hähnchenmäster mit entsprechenden Stallgrößen. 

Die Stroh-Strukturpellets stellt er aus hiesigem Stroh zum Teil direkt auf dem Acker her. Durch die Pelletierung, die bei hohen Temperaturen erfolgt, ist das Stroh nahezu keimfrei und hat eine sehr hohe Saugkraft. Es ist zudem ein gutes Beschäftigungsmaterial. Weiterer Vorteil: Der Pelletmist ist begehrt als Substrat für Biogasanlagen, weil durch das Pelletieren die Lignin-Schicht aufgebrochen wird und die Biogas-Bakterien das Stroh besser verwerten können, sprich, der Gasertrag ist höher.

Nicht zuletzt wegen des wichtigen Themas Biosicherheit hat Bernd Bösing zusammen mit einem namhaften Stalleinrichter ein automatisiertes Verteilsystem für seine „Böllis“ für Putenställe entwickelt. Er testet es derzeit in einem Aufzuchtbetrieb. Wie viele Stränge braucht man, wie viele Abwurfstellen sind nötig etc. Ebenso getestet werden soll dort in Kürze ein Stallroboter, der das Durchfräsen der Einstreu übernimmt. Der Ansatz für Beides: So brauchen keine Geräte oder Maschinen in den Stall herein und wieder herausgebracht werden während eines Durchgangs. „Auch hiermit kann Biosicherheit optimiert werden“, sagt Bernd Bösing.   

Christa Diekmann-Lenartz
Bild: Christa Diekmann-Lenartz

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