Die Haltung von Gänsen funktioniert nicht ohne Zugang zu Weideflächen. Regionale Stallpflichten bei Vogelgrippe-Ausbrüchen stellten Halterinnen und Halter von Gänsen in den vergangenen Jahren vor sehr große Herausforderungen. Eine Impfung könnte bei Gänsen sinnvoll sein.
Freilandhaltungen von Geflügel sind naturgemäß einem größeren Risiko ausgesetzt, dass die Tiere sich mit dem Erreger der Vogelgrippe infizieren. Das gilt in jüngerer Zeit insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Vogelgrippe in der hiesigen Wildvogelpopulation weit verbreitet ist. Besonders gefährdet sind Gänse. Aufzucht und Mast funktionieren bei Gänsen nicht ohne Zugang zu Grünflächen.
Fünf kommerzielle Impfstoffe getestet
Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI), Insel Riems, testete vor diesem Hintergrund mit einer Forschungsgruppe fünf kommerzielle Impfstoffe gegen die hochpathogene Form der Vogelgrippe. Untersucht wurde die Sicherheit, Immunogenität und die Schutzwirkung der Impfstoffe bei halbwüchsigen Mastgänsen.
Das zusammengefasste Ergebnis: Die Impfung milderte die Auswirkungen einer Infektion bei den Tieren und verbesserte ihr Wohlergehen durch die Verhinderung schwerer Krankheitsverläufe erheblich. Außerdem wurde eine deutliche Reduzierung der Viruslast festgestellt. Weitere Studien müssen nun zeigen, ob die Impfung auch das Übertragungsrisiko zwischen Gänseherden wirksam senken kann, so die Information des FLI.

































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