Stallbrände: Die Feuerwehr hilft auch vorbeugen

09 Juni 2025
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Brandvorsorge_Geflügelstall

Immer wieder einmal kommt es auch in Geflügelställen zu einem Brand. Die Tierrettung gestaltet sich gerade bei Geflügel oft schwierig. In Niedersachsen beteiligt sich jetzt der Landesfeuerwehrverband an der Erstellung einer Broschüre zur Optimierung des Brandschutzes/der Brandvorsorge bei Ställen. Nachahmenswert!

Wie kann der Brandschutz in Tierhaltungsanlagen verbessert werden? Um diese Frage ging es in einem Experten-Gespräch, zu dem die Niedersächsische Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte und der Landesfeuerwehrverband Niedersachsen eingeladen hatten. An dem Gespräch nahmen unter anderem auch Experten der Versicherungsbranche teil.

Jeder 3. Stallbrand durch Elektrik: Prävention durch regelmäßige Überprüfungen

In rund 30 Prozent der Brandfälle bei Ställen ist die Ursache im Bereich der Elektrik zu finden. Daher dient eine intakte Elektrik einschließlich einer regelmäßigen Überprüfung der Brandprävention und damit auch dem Tierschutz. Die Unfallverhütungsvorschriften der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft schreiben eine Überprüfung der elektrischen Anlagen auf dem Betrieb mindestens alle vier Jahre durch einen Fachmann zwingend vor.

Ein nachahmenswertes Projekt: In Niedersachsen werden zusammen mit dem Landesfeuerwehrverband Broschüren zur Brandvorsorge bei Ställen erstellt.

Bei dem Gespräch von Ministerin und Feuerwehr wurde vereinbart, dass der Landesfeuerwehrverband in Abstimmung mit dem Landwirtschaftsministerium zwei gemeinsame Broschüren erarbeitet. Eine Broschüre soll sich an Landwirtinnen und Landwirte richten – insbesondere an diejenigen mit Altbauten bzw. bestehenden Tierhaltungsanlagen. Ein besonderes Augenmerk soll auf potenzielle Gefahrenquellen wie die Elektrik, Photovoltaik-Anlagen, Heizstrahler oder Gastanks in der Nähe der Stallgebäude gelegt werden. 

Weitere Broschüre für die Feuerwehr

Die andere Broschüre hat hingegen die Feuerwehren im Blick. Sie soll unter anderem Aspekte aufgreifen, die im Brandfall bei einem Stall von entscheidender Bedeutung für eine Rettung der Tiere sind. Beispielsweise geht es um das tierartspezifische Verhalten. Nutztiere reagieren sehr unterschiedlich bei Gefahrensituationen.  

Ministerin Staudte begrüßte es sehr, dass „alle relevanten Akteurinnen und Akteure an einem Strang ziehen und Einigkeit darin besteht, dass die Zusammenarbeit fortgesetzt werden soll. So können wir den Brandschutz gemeinsam voranbringen.“ 

In Niedersachsen sind seit 2023 auch Tierhaltungsanlagen in die sogenannten Brandverhütungsschauen einbezogen – die in der Regel alle fünf bis sechs Jahre durchgeführt werden. Festgestellte Mängel müssen dann abgestellt werden. Für die Brandverhütungsschauen zuständig sind die Gemeinden oder die Landkreise. 

Text:
Christa Diekmann-Lenartz

Aufgewachsen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in der intensiven Tierhaltungsregion Weser-Ems (und Studium der Agrarwissenschaften). Seit vielen Jahren berichtet sie darüber, was sich im Bereich Geflügel tut - mit Schwerpunkt Niedersachsen.

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Bild: Niedersächsisches Landwirtschaftsministerium, AdobeStock_Stefan_Hasenhündl

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