Fliegen im Geflügelstall: nicht nur lästig, sondern auch gesundheitsschädlich? So ist es, denn Fliegen können an ihren Füßen zahlreiche Krankheitserreger mit sich herumtragen und auf die Tiere verbreiten. Daher ist es wichtig, die Population möglichst gut einzudämmen.
Wieso ist die Fliegenbekämpfung im Legehennenstall wichtig?
Im Geflügelstall verbreitet sich hauptsächlich die Stubenfliege. Dadurch, dass sie auf dem Betrieb unterwegs ist und beispielsweise sowohl mit Nahrungsmitteln als auch mit Fäkalien in Kontakt kommt, kann sie zahlreiche Krankheiten übertragen. Dazu zählen beispielsweise E. coli, Salmonellen und die Vogelgrippe. Je mehr Fliegen sich im Stall befinden, umso unruhiger werden die Tiere. So kann ein starker Fliegenbefall auch zum Leistungsabfall im Stall führen.
Worauf ist bei der Fliegenbekämpfung zu achten?
Hauptsächlich ist es wichtig, die Zuflug- und Brutmöglichkeiten der Fliegen einzudämmen. Es hilft, möglichst früh im Jahr mit der Bekämpfung zu beginnen, bevor die warmen Tage kommen. Es sollten sowohl die Eier und Larven als auch die adulten Fliegen bekämpft werden. Um eine Resistenz der Fliegen gegen bestimmte Wirkstoffe zu vermeiden, empfiehlt sich die Rotation verschiedener Wirkstoffe.
Drei Tipps zur Fliegenbekämpfung im Legehennenstall
Auf dem Betrieb von Familie Buller leben aktuell 27.500 Legehennen in Freilandhaltung. Sauberkeit und die Gesundheit der Tiere stehen für die Familie an erster Stelle. Deshalb haben sie stets ein wachsames Auge auf die Fliegensituation im Stall. Familie Buller führt den Betrieb in der Nähe von Lathen im Emsland an der niederländischen Grenze.
Die Geschichte des Betriebs reicht zurück bis 1964, als der Vater von Manfred Buller aus dem Ort aufs Land aussiedelt. Die Arbeit im Betrieb teilen sich Vater Manfred, Mutter Ulrike und Sohn Jonas auf. Für das Abpacken der Eier haben sie noch eine Mitarbeiterin eingestellt.
Neben dem Legehennenstall gibt es weitere Betriebszweige: Auf dem Hof leben zusätzlich etwa 100 Mastbullen. Auf 70 Hektar baut die Familie außerdem Mais, Getreide und Zuckerrüben an. In Zukunft soll sich die Legehennenhaltung erweitern: Die Familie plant den Bau eines weiteren Legehennenstalls für rund 15.000 Tiere. Betreut wird der Betrieb in Sachen Hygiene von Christian Scheperjans von der Raiffeisen Ems-Vechte. Die Genossenschaft unterstützt den Betrieb schon von Beginn an.
Fliegenbekämpfung in der Praxis
Regelmäßiges Entmisten beugt vor
Ein leicht umzusetzender Tipp ist das regelmäßige Entmisten des Stalls. Um das Eistadium der Fliege zu unterbrechen, entmistet Familie Buller zwei Mal wöchentlich. “Das zweimalige Entmisten bedeutet für uns natürlich Mehraufwand, ist aber in unseren Augen ein effektives Mittel, um gegen Fliegen vorzugehen”, so Manfred Buller. Der Mist wird zusätzlich kurzfristig vom Hof abtransportiert, damit sich die Fliegen nicht in der Misthalle weiterentwickeln.
Larven bekämpfen
Etwa 80 bis 85 Prozent der gesamten Fliegenpopulation im Stall besteht aus Larven und Eiern. Daher ist es wichtig, die Fliegen bereits in diesem Stadium zu bekämpfen – auch, wenn sie so erstmal nicht unbedingt sichtbar sind. Familie Buller nutzt hierzu das Produkt CyroEx von DESINTEC. Der Wachstumshemmer hat eine Granulatform und bietet so eine leichte Handhabung. “Wir behandeln damit direkt den Kot der Hennen, bevor er in die Misthalle kommt. So hoffen wir, die Population möglichst gering halten zu können”, so Manfred Buller.
Adulte Fliegen bekämpfen
Adulte Fliegen machen zwar nur etwa ein Fünftel der gesamten Fliegenpopulation aus, sollten aber dennoch parallel bekämpft werden, um möglichst Krankheitsübertragungen zu verhindern. Hilfreich ist hier der Einsatz vom DESINTEC NeoEx Pulver 10 %. Das wasserlösliche Fraß- und Kontaktinsektizid enthält Zucker und andere Lockstoffe. Sie können das Mittel auf Oberflächen streichen oder spritzen und erzielen damit eine sofortige Wirkung für einen Zeitraum von bis zu sechs Wochen.
Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformation lesen.
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