Bio-Sojaanbau in Mecklenburg-Vorpommern – Praxisbeispiel vom EZ Fürstenhof

14 August 2025
Deutschland

Robert Ross vom Erzeugerzusammenschluss Fürstenhof gibt Einblicke in den ökologischen Sojaanbau auf einer 120 Hektar großen Praxisfläche. Ziel ist die Produktion von heimischem Eiweißfutter für die eigene Legehennenhaltung.

Sortenwahl: Ceres und Adelfia im Einsatz

Auf dem Betrieb werden die Sojasorten Ceres und Adelfia angebaut. Soja wird gezielt gewählt, weil die Leguminose Stickstoff im Boden bindet und dadurch die Fruchtfolge sowie die Bodenfruchtbarkeit verbessert. Trotz der nördlichen Lage in Mecklenburg-Vorpommern ist die Kultur fest etabliert – inzwischen wächst Soja auf rund 300 Hektar.

Klimatische Herausforderungen im Bio-Sojaanbau

Der Anbau ist stark witterungsabhängig. In diesem Jahr führte ein trockenes Frühjahr zu einem ungleichmäßigen Auflauf. Dadurch war die mechanische Unkrautbekämpfung mit Striegel und Hacke erschwert. Die Folge: starker Gänsefußbefall auf der Fläche.

Rizobien-Impfung für optimale Stickstoffbindung

Das Saatgut wird vor der Aussaat mit Rizobien geimpft. Diese Knöllchenbakterien sind für die Stickstoffbindung im Boden entscheidend. Ohne Impfung würden erhebliche Ertragseinbußen drohen. Die Sojapflanzen hinterlassen auch Stickstoffreste für Folgekulturen, wenn auch weniger als andere Leguminosen.

Pflegemaßnahmen und Erntezeitpunkt

Nach dem Aufwuchs folgen gezielte Pflegemaßnahmen wie die Bearbeitung der Fahrgassen. Geerntet wird meist im September oder Oktober. Die geernteten Bohnen werden getrocknet, getoastet und zu Sojakuchen verarbeitet, der anschließend ins Geflügelfutter eingemischt wird.

Geflügelnews
Bild: Dieter Theyssen
Quelle: Dieter Theyssen

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