Was die Geflügelhaltung aus leidvoller Erfahrung mit der Geflügelpest kennt, droht nun auch in der Schweinehaltung: In Hessen sind zwei weitere Hausschweinebestände mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziert worden. Droht auch dort ein Flächenbrand?
Der erste ASP-Fall in Hessen war Mitte Juni bei einem Wildschwein im Kreis Groß-Gerau festgestellt worden. In Folge gab es mit den nun bekannt gewordenen neuen Fällen insgesamt vier Ausbrüche in Hausschweinebeständen in diesem Landkreis.
Aufgrund der aktuellen Lage forderte das hessische Landwirtschaftsministerium alle schweinehaltenden Betriebe in der Region auf, ihre Bestände täglich auf Krankheitserscheinungen hin zu untersuchen und diese ggf. umgehend dem Veterinäramt des Kreises zu melden.
Die wiederholten Ausbrüche in Hausschweinebeständen sind regional stark konzentriert und verdeutlichen die enorm hohe Viruslast in dem Gebiet, schreibt das Landwirtschaftsministerium. Den Behörden sei es bisher gut gelungen, eine Verschleppung in angrenzende Regionen zu verhindern. Deshalb ist es so wichtig, dass die gesamte Bevölkerung sich an die geltenden Restriktionen halte, um das Seuchengeschehen auch künftig möglichst regional zu begrenzen.
Hessen seit Juni im Kampf gegen ASP
Der erste ASP-Fall in Hessen war Mitte Juni bei einem Wildschwein im Kreis Groß-Gerau festgestellt worden. Seitdem findet dort eine großangelegte Kadaversuche statt, um ein sogenanntes Kerngebiet des Geschehens sowie eine Infizierte Zone festzulegen. Elektrozäune entlang des Kerngebiets sollen die Wanderung infizierter oder erkrankter Tiere nach außen verhindern. Rund 17.000 Hektar wurden bereits von mit speziellen Kadaversuchhunden und Drohnen ausgestatteten Suchtrupps abgesucht. Bislang wurden dabei 43 positiv getestete Kadaver entdeckt.

































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