Eine Legehennenfarm in Niedersachsen verlor 120.000 Eier durch einen Betrug. Nun hat das Amtsgericht Vechta den Täter zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren verurteilt. Wie die Masche funktionierte und warum der Schaden so lange unbemerkt blieb.
Der jetzt vom Landgericht Vechta verurteilte Mann ist über einen Zeitraum von zweieinhalb Jahren regelmäßig zu einem Legehennen-Standort im Landkreis Vechta gefahren und holte dort große Mengen Eier ab. Das sagte laut der „Münsterländischen Tageszeitung“ ein Gerichtssprecher.
Der Betrüger gab dort glaubhaft an, dass er im Auftrag des Betriebsleiters Eier abholen soll. Der Farmmitarbeiter glaubte dies und übergab die Eier. Der Farmmitarbeiter hatte, so die Aussage, den Betrüger zuvor einmal zusammen mit dem Betriebsleiter gesehen und keinen Verdacht geschöpft, dass das Abholen der Eier unrechtmäßig war.
Urlaubsvertretung wurde misstrauisch
Aufgefallen ist der Betrug erst, als der Farmmitarbeiter Urlaub hatte und seine Vertretung misstrauisch wurde, als der Betrüger wieder Eier abholen wollte. Ein Anruf beim Betriebsleiter bestätigte dann, dass es keine Absprache bezüglich des Abholens von Eiern gab. So kam es zu einer Anzeige.
Das Vechtaer Gericht verurteilte den Eier-Betrüger wegen gewerbsmäßigem Betrug. Insgesamt 110 Fälle von Mitte 2022 bis Ende 2024 konnten nachgewiesen werden. Der Schaden liegt bei rund 22.000 Euro. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig, es kann noch Berufung eingelegt werden.
Quelle: Münsterländische Tageszeitung/dpa

































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