CDU-Politiker Färber unterstützt Günther Felßner als möglichen Landwirtschaftsminister. Drei zentrale Agrarthemen stehen im Fokus.
Günther Felßner: Fachkompetenz für das Agrarministerium
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hermann Färber unterstützt die Nominierung von Günther Felßner als Bundeslandwirtschaftsminister, falls die CSU das Agrarressort in einer neuen Koalition erhält. Färber lobte in einem Interview mit dem Pressedienst Agra Europe dessen Fachkompetenz und sieht keinen Grund, den Vorschlag von CSU-Chef Markus Söder infrage zu stellen. Als entscheidenden Vorteil von Felßner führt Färber dessen Fachkompetenz an: „Ihm wird man die Zusammenhänge nicht mehr erklären müssen.“
Landwirtschaft bleibt zentrales Thema in Koalitionsverhandlungen
Färber geht davon aus, dass in den Koalitionsverhandlungen eine eigene Arbeitsgruppe für Agrar- und Ernährungspolitik gebildet wird. „Landwirtschaft muss und wird in den anstehenden Koalitionsverhandlungen eine Rolle spielen.“ Die Union werde nicht zulassen, dass die damit zusammenhängenden Fragen „unter den Tisch fallen“.
Drei Schwerpunkte: Wettbewerbsfähigkeit, Tierhaltung und Bürokratieabbau
Nach Färbers Einschätzung gibt es drei zentrale Themen für die Landwirtschaftspolitik in den Koalitionsgesprächen. Erstens müsse die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe gesichert werden, etwa durch die Wiedereinführung der Agrardieselrückvergütung und den Verzicht auf einen Mindestlohn für Saisonarbeiter. Zweitens brauche es Förderprogramme für den Umbau der Tierhaltung, um jungen Landwirten eine Perspektive zu bieten. Drittens sei ein Abbau von Bürokratie und Dokumentationspflichten dringend erforderlich.
Ernährungssicherheit und Finanzierung als Schlüsselfragen
Färber warnt davor, notwendige Maßnahmen aus finanziellen Gründen zu vernachlässigen, insbesondere in der Tierhaltung. Er setzt sich für eine Umsetzung des Borchert-Konzepts oder einer vergleichbaren Strategie zur Existenzsicherung ein. Grundsätzlich müsse es in der kommenden Legislaturperiode darum gehen, die Ernährungssicherheit in Deutschland und Europa weiterhin zu gewährleisten. Diesem Thema komme angesichts der außenpolitischen Bedrohungen eine noch größere Bedeutung zu als ohnehin.
Schwarz-Rot als einzige Option für Regierungsbildung
Färber, der seinen Wahlkreis Göppingen erneut direkt gewann, sieht keine Alternative zu einer Koalition aus CDU/CSU und SPD. Den harten Wahlkampf bewertet er als außergewöhnlich, hält aber die Zögerlichkeit der SPD für unangemessen.

































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