Tierhaltungskennzeichnungsgesetz: Streit um erneute Verschiebung

29 September 2025
Agribusiness
Geflügel Mast

Auf der Agrarministerkonferenz in Heidelberg blieb die Zukunft des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes unklar. Während Union, SPD und FDP für eine Überarbeitung und spätere Einführung plädieren, warnen Grüne und die AbL vor weiteren Verzögerungen.

Auf der Agrarministerkonferenz (AMK) in Heidelberg konnten sich die Länderagrarminister nicht auf eine einheitliche Linie zum Tierhaltungskennzeichnungsgesetz (THKG) verständigen. Mehrere von Union, SPD und FDP geführte Ressorts sehen „erhebliche Mängel“ im Entwurf und fordern eine grundlegende Überarbeitung sowie eine erneute Verschiebung des Starttermins. Baden-Württembergs Minister Peter Hauk (CDU) bezeichnete den geplanten Termin, den 1. März 2026, als „zu sportlich“ und betonte, Qualität müsse Vorrang haben.

Auch Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) äußerte Zweifel am Zeitplan. Er erklärte, das Gesetz müsse „vom ersten Tag an einwandfrei funktionieren“.

Widerspruch kam von Niedersachsens Agrarministerin Miriam Staudte (Grüne). Sie warnte, eine weitere Verzögerung könne Unsicherheit in der Branche verstärken und den Eindruck erwecken, das Gesetz werde auf unbestimmte Zeit vertagt. Unterstützung für eine staatliche Lösung kam auch von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Sie lehnte die Einbindung privater Siegel ab und forderte, dass das Gesetz spätestens im März 2026 in Kraft treten müsse.

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Bild: Cordula Möbius
Quelle: AgE

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