Nach Geflügelpest: EU zahlt Geflügelhaltern in Italien 61 Mio. Euro

30 September 2026
Agribusiness
Mastgeflügel Italien

Die EU greift Italiens Tierhaltern nach schweren Seuchenzügen finanziell unter die Arme. Allein Geflügelmäster und Eiererzeuger sollen 61 Mio. Euro erhalten.

Die Europäische Union stellt Italien mehr als 73 Mio. Euro aus ihrer Agrarreserve zur Verfügung. Das Geld soll Geflügel- und Schweinehalter unterstützen, die durch Geflügelpest und Afrikanische Schweinepest (ASP) wirtschaftliche Schäden erlitten haben.

Den größten Teil erhalten Geflügelhalter: Für Geflügelmäster und Eiererzeuger sind 61 Mio. Euro vorgesehen. Weitere 12,5 Mio. Euro sollen an Schweinehalter fließen. Die EU-Mitgliedstaaten haben die Hilfen für Italien bereits gebilligt.

Geflügelpest belastete Betriebe über mehrere Jahre

Mit den Krisenmitteln will die EU die wirtschaftlichen Folgen vergangener Seuchenzüge abfedern. Bei den Geflügelhaltern berücksichtigt die Unterstützung den Zeitraum von September 2022 bis März 2025.

Bei den Schweinehaltern geht es um die Folgen der Afrikanischen Schweinepest zwischen November 2024 und April 2025.

Damit fließen von insgesamt 73,5 Mio. Euro mehr als vier Fünftel der Mittel in den Geflügelsektor.

Italien muss EU-Hilfen bis Mai 2027 auszahlen

Die EU-Kommission fordert die italienischen Behörden auf, dafür zu sorgen, dass die Hilfen schnell bei den betroffenen Betrieben ankommen.

Viel Zeit bleibt dafür allerdings nicht unbegrenzt: Italien muss die vorgesehenen Zahlungen spätestens bis zum 31. Mai 2027 leisten.

Die Gelder stammen aus der EU-Agrarreserve. Mit diesem Instrument kann die Europäische Union Landwirte finanziell unterstützen, wenn außergewöhnliche Ereignisse die Agrarmärkte oder landwirtschaftliche Betriebe erheblich belasten.

Geflügelnews
Bild: Adobe Stock_littlewolf1989
Quelle: AgE

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