Kokzidiose in der Geflügelmast: Erfolgreiche Kontrolle ohne Kokzidiostatika
07 April 2025
Stallmanagement
Ein erfolgreicher Großversuch zeigt: Kokzidiose in der Geflügelmast kann ohne Kokzidiostatika kontrolliert werden – bei besserer Tiergesundheit.
In einem erfolgreichen Großversuch haben die Schippers Group und HyCare erstmals gezeigt, dass Kokzidiose in der Geflügelmast ohne den Einsatz von Kokzidiostatika kontrolliert werden kann, ohne dass es zu Leistungseinbußen kommt. Zudem konnte die Sterblichkeit der Tiere signifikant gesenkt werden.
Kokzidiostatika-freie Geflügelmast: Test mit 30.000 Masthähnchen
Laut Schippers Group wurde das Konzept in einem praxisnahen Test mit 30.000 Masthähnchen erprobt und brachte überraschend positive Ergebnisse. Das neue Verfahren setzt auf einen ganzheitlichen Ansatz, der neben einem natürlichen Produkt auch etablierte Hygienemaßnahmen umfasst.
Kokzidiose stellt ein bedeutendes Problem in der Geflügelmast dar. Sie wird in vielen Betrieben durch vorbeugenden Einsatz von Kokzidiostatika bekämpft. Diese stehen jedoch immer mehr in der Kritik, da sie als Antibiotika gelten und potenziell Resistenzen fördern. Nach Stefan Verhoeven, Director von HyCare Poultry, wird der präventive Einsatz von Kokzidiostatika zunehmend problematisch, sowohl aufgrund der Resistenzen bei Parasiten als auch bei Bakterien.
Das Verfahren basiert auf einer Kombination aus einem natürlichen Produkt, das über das Trinkwasser verabreicht wird, und einem durchdachten Stallmanagement, das ab der zweiten Lebenswoche der Tiere zur Anwendung kommt.
Hygienemaßnahmen und natürliche Produkte als Lösung für Kokzidiose
In dem Versuch wurde vollständig auf Kokzidiostatika und Impfstoffe verzichtet. Stattdessen kamen Hygienemaßnahmen und Produkte wie MS TopFoam und MS DryCare zum Einsatz. Parallel dazu wurden neue Wirkstoffkombinationen getestet, um die Darmgesundheit der Tiere gezielt zu unterstützen. Das Ergebnis des Tests bestätigte, dass die neue Methode erfolgreich Kokzidiose kontrollieren konnte, ohne die Leistung der Tiere zu beeinträchtigen. Im Vergleich zur Gruppe mit Kokzidiostatika war die Sterblichkeit in der naturbasierten Gruppe um 0,3 % geringer, und es traten weniger Lahmheitsfälle auf.
Laut Stefan Verhoeven bietet das neue Konzept großes Potenzial für eine nachhaltigere und wirtschaftlichere Geflügelhaltung.
Das Verfahren basiert auf einer Kombination aus einem natürlichen Produkt, das über das Trinkwasser verabreicht wird, und einem durchdachten Stallmanagement, das ab der zweiten Lebenswoche der Tiere zur Anwendung kommt.
Das neue Produkt soll noch in diesem Jahr marktreif sein. Weitere Praxistests sind bereits in Planung, um die ersten positiven Ergebnisse auf verschiedenen Betrieben zu bestätigen.
Zusammenfassend zeigt der Versuch, dass eine natürliche Alternative zu Kokzidiostatika in der Geflügelmast nicht nur möglich ist, sondern auch die Tiergesundheit und Wirtschaftlichkeit verbessern kann, ohne auf bewährte Leistungen zu verzichten. Laut der Schippers Group und HyCare eröffnen diese Erkenntnisse neue Perspektiven für eine zukunftsfähige Geflügelhaltung.
Geflügelnews
Bild:
schippers
Quelle:
schippers
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